Titel: Lemoine's Verbesserung an den Dampfkesseln.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1838, Band 67, Nr. XXIV./Miszelle 2 (S. 72)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj067/mi067024_2

Lemoine's Verbesserung an den Dampfkesseln.

Viele Dampfmaschinenbesizer haben auf die Verwendung des Verdichtungswassers zur Speisung der Kessel mit Wasser verzichtet, weil dieses Wasser auf seinem Wege durch die Cylinder, den Conductor etc. Oehl aufnahm, und weil dieses Oehl, indem es eine theilweise Zersezung erleidet, eine Art von Kitt bildet, der sich an die Ventile der Speisungspumpen ansezt, und der endlich das Spiel der Maschine beeinträchtigt. Man nimmt daher häufig lieber frisches Speisungswasser zu 11 bis 12° als das Verdichtungswasser mit 28 bis 32°, welches seiner höheren Temperatur wegen viel vortheilhafter wäre. Hr. Lemoine in Rouen hat nun aber eine Einrichtung getroffen, welche in dieser Hinsicht allen Anforderungen entspricht. Er läßt nämlich das kalte Speisungswasser in entgegengesezter Richtung mit dem Dampfe durch die Röhren strömen, welche den Dampf an den Verdichter führen. Das Wasser erlangt hiebei eine Temperatur von 50 bis 55°, und geht in einen Behälter über, aus dem es mittelst einer Speisungspumpe in den Kessel getrieben wird. Die Vortheile, welche diese Methode gewährt, springen von selbst in die Augen. (Aus dem Mémorial encyclopédique, Okt. 1837.)

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