Titel: Beslay's Maschine zum Poliren von Obelisken u. dergl.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1838, Band 67, Nr. XXIV./Miszelle 7 (S. 73–74)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj067/mi067024_7

Beslay's Maschine zum Poliren von Obelisken u. dergl.

Hr. Beslay hat zum Poliren der Obelisken in Paris eine Maschine geliefert, welche ihrem Zweke sehr gut entspricht. Die Maschine hat einen Frimot'schen Dampfkessel, der gegen die Explosionen, die durch Trokenlegung und Ueberhizung der Kesselwände entstehen, geschüzt ist. Der Kessel steht senkrecht, und taucht nur mit seinem unteren Ende in den Herd. In seinem Inneren befinden sich gewölbte Platten, welche mit Röhren communiciren, und welche dazu bestimmt sind, das Wasser, welches allenfalls emporgehoben werden könnte, aufzuhalten und gegen die Basis zurükzuführen. Versuche haben gezeigt, daß das Wasser bis auf den lezten Tropfen immer wieder auf den Boden zurükgeführt, und daß der Kesselhoden nur dann angegangen wird, wenn gar kein Wasser mehr im Kessel |74| ist. In lezterem Falle tritt alsbald Schmelzung ein, indem der Kessel aus Kupfer verfertigt ist. Der zum Poliren bestimmte Apparat, welcher durch die Dampfmaschine in Bewegung gesezt wird, ist sehr einfach und sinnreich. Er besteht aus einer gußeisernen Platte, auf der eine Bleiplatte angebracht ist. Diese leztere hat den Granit abzuschleifen; sie wird durch ein eigenes Gestäng in gehöriger Höhe erhalten, und in horizontaler Richtung hin und her bewegt. Die größte Schwierigkeit machte es, eine Vorrichtung aufzufinden, welche die Platte stets gehörig gegen den Stein angedrükt hält, allein auch diese Schwierigkeit ward glüklich überwunden. (Mémorial encyclopédique. Oktober 1837)

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