Titel: Jacottin's Verbesserungen an den feinen Wagen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1838, Band 67, Nr. XXIV./Miszelle 9 (S. 74–75)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj067/mi067024_9

Jacottin's Verbesserungen an den feinen Wagen.

Hr. Jacottin, Uhrmacher in Conflans, Dept. de la Moselle, hat an den in Metz gehaltenen Congrés scientifique eine Note über eine von ihm erfundene Verbesserung der genauen Wagen gerichtet, in welcher er im Wesentlichen Folgendes äußerte. „Der wesentliche Zwek der Gabeln der Wagen ist Conservirung der Schneide. Nach meiner Ansicht könnten sie aber auch zur Beschleunigung des Abwägens und zu einer genaueren Vergleichung mehreren nach einander vorgenommener Abwägungen dienen. Meine Modification besteht nun darin, daß ich die Gabeln ganz unbeweglich an der Säule fixire, und daß die Schneide durch eine Bewegung der Fläche, auf der sie ruht, gefaßt oder verlassen wird. Diese Einrichtung gewährt folgende Vortheile: 4) beseitigt sie den Spielraum der Gabeln, der, wie gering er auch seyn mag, doch um so merklicher wird, an je längeren Armen sie fixirt sind. Es geschieht dieß durch einen weit einfacheren Mechanismus, als die doppelten Gabeln sind, die man zu ersteren hinzufügen kann. Die mit Culissen adjustirte Fläche bewegt sich mittelst eines Mechanismus, der dem zur Bewegung der Gabeln dienlichen ähnlich ist, nach der Achse der Säule, ohne daß ihr ein Spielraum, der deren Richtung merklich verändern könnte, gestattet ist. 2) im Zustande der Ruhe der Gabeln ist der Wagbalken mittelst Schrägflächen zu einer fixen und durchaus unveränderlichen Stellung gezwungen, wodurch der Zeiger auf die Nulllinie des Gradbogens, der zum Messen seiner Abweichung und der Bogen, welche er bei seinen Oscillirungen beschreibt, dient, zu stehen kommt, so daß sich die Schneide immer parallel mit der Fläche von dieser trennt, und sich auch parallel mit ihr auf sie niederläßt. Diese ganze Einrichtung trachtet dahin, daß die Schneide immer auf einen und denselben Punkten der Fläche aufruht, und daß bei hergestelltem Gleichgewichte der Zeiger immer auf die Nulllinie des Gradbogens fällt. Dieß ist auch unumgänglich nothwendig, damit die nach einander vorgenommenen Wägungen mit einander vergleichbar werden, was an den Wagen mit einfachen beweglichen Gabeln nicht möglich ist, indem es hier geschehen kann, daß die Schneide nicht immer auf denselben Punkten der Fläche ruht, und daß der Zeiger folglich im Gleichgewichte der Nulllinie nicht vollkommen entspricht, 3) endlich beschleunigt die neue Anordnung die Abwägungen, weil es genügt, wenn man die Bewegung des Zeigers im Augenblike, in welchem die Schneide von der Fläche erfaßt wird, beobachtet. Ist das Gleichgewicht vorhanden, so wird er beim Aufsteigen der Nulllinie des Gradbogens folgen; ist dasselbe |75| hingegen nicht vorhanden, so wird er auf der dem größeren Gewichte gegenüber liegenden Seite stehen bleiben.“ (Echo du monde savant, No. 285.)

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: