Titel: Ueber die Dauerhaftigkeit verschiedener Holzsorten.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1838, Band 67, Nr. XL./Miszelle 5 (S. 155–156)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj067/mi067040_5

Ueber die Dauerhaftigkeit verschiedener Holzsorten.

Um die Dauerhaftigkeit verschiedener Holzsorten zu erproben wurden am 1. Januar 1831 Pfahle von 1 1/2 Zoll im Gevierte und 2 Fuß Länge senkrecht in den Erdboden eingeschlagen, so daß sie ungefähr in einer Länge von 1 1/2 Fuß der atmosphärischen Luft ausgesezt waren. Bei den am 8. Mai 1833 und am 24. Febr. 1856 damit angestellten Versuchen ergaben sich folgende Resultate.

|156|
Name der Holzart. Befund am 8. März 1833 Befund am 24. Febr. 1836.
Englisches Eichenholz Sehr im Verfall und um
Vieles leicher
Noch mehr verfallen, besonders
die Stüke mit offenem Korne.
Italienisches Eichenholz Gut, nur auf der Oberfläche
begann die Zerstörung
Etwas besser als die vorhergehenden
Stüke.
Asiatisches Eichenholz Sehr zerstört Sehr zerstört, mit Ausnahme
eines einzigen Stükes,
welches gut war.
Holz der immergrünen Eiche Sehr gut Drei Stüke im Verfall, die
übrigen ziemlich gut.
Canadisches weißes Eichenh. Sehr zerstört Sehr schlecht und verfault.
Memeler Eichenholz Ebenso Ebenso.
Danziger Eichenholz Ebenso Aeußerst schlecht.
Hartes Mahoganyholz Gut Ziemlich gut.
Weiches Mahoganyholz Sehr im Verfall Sehr schlecht, ganz zerstört.
Libanisches Cedernholz Gut Ziemlich gut.
Bleistiftholz (Pendil Cedar) Sehr gut Sämmtlich sehr gut, wie
frisch eingeschlagen.
Africanisches Holz Nr. 1 Sehr gut Etwas im Verfall, mit einer
Neigung sich zu fasern, aber
besser als englisches
Eichenholz.
Africanisches Holz Nr. 2 Sehr gut Schlechter als Nr. 1.
Schweres Teakholz Sehr gut Etwas weich, aber gut.
Weiches Teakholz Gut Bis auf 1/4 weich, aber gut.
Teakholz, ein Stük von
Hasting's Besanmast
Gut Bis auf 1/4 weich, übrigens
unverändert.
Danziger Fichtenholz Sehr zerstört Durch und durch faul.
Rigaer Fichtenholz Sehr zerstört Wie das Vorhergehende.
Memeler Fichtenholz Sehr zerstört Sehr schlecht, verfault.
Rothes Föhrenholz Sehr zerstört Sehr verfault, dem Danziger
und Rigaer ähnlich.
Gelbes Föhrenholz Sehr zerstört Sehr verfault.
Virginisches Föhrenholz Zerstört Sehr verfault.
Schweres Pechtannenholz
(Pitch pine)
Auf 1/8 Zoll zerstört, im
Uebrigen gut
Auf 1/8 Zoll zerstört, im
Uebrigen ziemlich gut.
Leichtes Pechtannenholz Sehr verfault Sehr verfault.
Polnisches Lerchenholz Auf 1/4 zerstört und leichter
geworden
Auf 1/4 zerstört, im
Uebrigen etwas im Verfall.
Schottisches Lerchenholz Auf 1/4 zerstört und spröde Auf 1/2 Zoll zerstört, im
Uebrigen brüchig.
Englisches Ulmenholz Sehr verfault Ganz verfault.
Canadisches Steinulmenholz Ebenso Verfault.
Amerikanisches Eschenholz Ebenso Ebenso.
Heuschrekenbaumholz
(Locust-tree)
Gut u. ohne Gewichtsverlust Auf 1/8 Zoll verfault, im
Uebrigen wie frisch
eingeschlagen.
Dunkles Stinkholz Auf der Oberfläche nicht im
Verfall aber sehr spröde
Verloren gegangen.
Lichtes Stinkholz Auf 1/8 Zoll zerstört u. spröde Verfault.
Cocodieholz Auf 1/4 Zoll zerstört und sehr
spröde
Verfault.
Poonahholz Auf der Oberfläche etwas
verändert u. leichter geworden
Auf 1/8 zerstört, im Uebrigen
gut, und besser als
afrikanisches Holz.

Das Rigaer Fichtenholz verdiente vor allen übrigen derlei Holzarten den Vorzug; ihm zunächst stand das Danziger. (Aus dem Nantical Magazine im Mechanics' Magazine, No. 737.)

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