Titel: Neue Bereitungsart des Kali-Bicarbonats.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1838, Band 67, Nr. XL./Miszelle 6 (S. 156–157)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj067/mi067040_6
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Neue Bereitungsart des Kali-Bicarbonats.

Das kohlensaure Kali absorbirt bekanntlich im trokenen oder aufgelösten Zustande das zu seiner Verwandlung in Bicarbonat nöthige kohlensaure Gas nur sehr langsam. Hr. Prof. Wöhler hat nun gefunden, daß das trokene Salz das kohlensaure Gas sehr leicht aufnimmt, wenn es mit einem porösen Körper, wie z.B. Kohle, vermengt ist. Er empfiehlt daher bei Bereitung des Bicarbonats folgendermaßen zu verfahren: man verkohlt rohen Weinstein in einem bedekten Tiegel, befeuchtet die kohlige Masse schwach mit Wasser, bringt sie in ein geeignetes Gefäß und leitet kohlensaures Gas hindurch. Dieses wird so rasch absorbirt, daß sich die Masse beträchtlich erhizt und man muß daher auch das Gefäß mit kaltem Wasser umgeben, damit das schon gebildete Bicarbonat nicht wieder zersezt wird. An der Temperatur-Erniedrigung erkennt man den Zeitpunkt, wo die Sättigung beendigt ist. Alsdann laugt man die Masse mit möglichst wenig Wasser von 30 bis 40° C. aus; beim Erkalten der filtrirten Lösung sezt sich der größte Theil des Kali-Bicarbonats in schönen Krystallen ab. (Poggendorff's Annalen.)

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