Titel: Simonnain's Apparat zur Bereitung gashaltiger Wasser.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1838, Band 67, Nr. LXIV./Miszelle 21 (S. 237)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj067/mi067064_21

Simonnain's Apparat zur Bereitung gashaltiger Wasser.

Hr. Simonnain hat den sogenannten chemischen Wasserfall des Hrn. Clément auf einen zur Bereitung gashaltiger Wasser bestimmten Apparat angewendet. Dieser Apparat ist viel einfacher, als jener des Hrn. Planche, und wenn man mit ihm das Wasser auch wahrscheinlich nicht in so hohem Grade mit Gas sättigen kann, wie dieß mit jenem der Fall ist, indem die Sättigung bloß unter dem atmosphärischen Druke geschieht, so verdient er doch wegen der Leichtigkeit, mit der er sich verfertigen läßt, alle Empfehlung. Er besteht aus einer Röhre aus Weißblech von zwei Meter Länge und 4 Centim. Durchmesser, welche mit marmornen Kugeln von 7 bis 8 Millimeter im Durchmesser gefüllt ist, und an ihrem oberen Theile mit dem Wasserbehälter, der das mit Gas zu sättigende Wasser zu liefern hat, communicirt. An ihrem unteren Theile hingegen befindet sich eine gekniete Röhre, welche zur Aufsammlung des gesättigten Wassers dient. An derselben Seite, jedoch etwas über dem Boden, ist eine andere Röhre angebracht, welche die Kohlensäure, die mit Salzsäure aus Marmor entwikelt, und vor ihrem Eintritte in einem Woulf'schen Apparat gewaschen wird, herbeileitet. Hienach ergibt sich das Spiel des Apparates von selbst. Das Wasser strömt durch den oberen Theil der langen Röhre herbei, verbreitet sich in einer dünnen Schichte auf den in dieser befindlichen Kugeln, und befindet sich daselbst also in dem zur Aufnahme der Kohlensäure geeignetsten Zustande. Diese selbst füllt fortwährend sämmtliche, zwischen den Kugeln befindlichen, freien Zwischenräume aus. Wenn das Wasser an den unteren Theil der Röhre gelangt ist, so ist es mit Kohlensäure gesättigt, und kann sogleich in Flaschen gefüllt werden. (Journal des connaiss. usuelles, Junius 1837, S. 280.)

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