Titel: Guy's Methode vollkommen sphärische Kugeln aus Metall, Glas etc. zu verfertigen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1838, Band 67, Nr. LXXXVI./Miszelle 2 (S. 315–316)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj067/mi067086_2
|316|

Guy's Methode vollkommen sphärische Kugeln aus Metall, Glas etc. zu verfertigen.

Hr. Bryan Donkin Esq., Vicepräsident der Institution of Civil Engineers, trug im vorigen Jahre vor diesem Vereine über die von Henry Guy angegebene Methode aus Metall, Mineralien, Glas und anderen harten Körpern vollkommen sphärische Kugeln zu verfertigen vor. Diese Methode besteht nun einfach in euer praktischen Anwendung des Principes, daß, wenn man einen Ball rasch nach jeder möglichen Richtung umlaufen lassen kann, oder mit anderen Worten: daß wenn während dieses Umlaufens seine Rotationsachse beständig ihre winkelige Stellung im Balle ändert, und wenn man hiebei in abschleifendes Werkzeug auf die Oberfläche des Balles wirken läßt, zuerst die am meisten prominirenden Theile der Oberfläche, und dann nach und nach die immer weniger und weniger hervorragenden Stellen abgerieben werden, bis der Ball endlich die vollkommene Kugelform erlangt. Diesen Zwek erreicht Hr. Guy, indem er den Ball zwischen die Oberflächen zweier hölzerner Patronen bringt, die an zwei Spindeln, wie man sich ihrer an den gewöhnlichen Drehbänken bedient, so fixirt sind, daß ihre Achsen genau in eine und dieselbe Linie fallen. Die Spindeln werden auf gewöhnliche Weise mittelst zweier Laufbänder in rasche Bewegung gesezt, wobei die Spindeln in entgegengesezten Richtungen angebracht sind. Der zwischen den Patronen zusammengedrükte Ball läuft ungeachtet der Reibung des Drehstahles um. Lezterer besteht aus einem Messing- oder Eisenstabe, welcher in der Nähe des einen Endes mit einem kegelförmige Loche ausgestattet ist, dessen größerer Durchmesser jenen des Balls etwas übertrifft. (Aus dem London Journal of arts. Decbr. 1837, S. 177.)

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: