Titel: Ueber Hrn. Clachet's Verbesserungen an den Lampen
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1838, Band 67, Nr. LXXXVI./Miszelle 3 (S. 316)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj067/mi067086_3

Ueber Hrn. Clachet's Verbesserungen an den Lampen

findet man im Journal de l'Academie de I'Industrie Julius 1837, S. 108 einen von Hrn. L. Malepeyre erstatteten Bericht, der im Wesentlichen Folgendes enthält. Hr. Clachet's Lampen mit höherem Reservoir brennen, wenn man das Reservoir sorgfältig füllt, sechs Linien über dem Ringe mit weißem Dochte. Die Intensität ihres Lichtes wechselte während eines achtstündigen Versuches nicht im Geringsten, und das Licht behielt immer gleiche Lebhaftigkeit, ohne daß man gezwungen war den Docht niedriger zu stellen. Um diese Resultate zu erzielen muß jedoch beim Beginnen des Brennens das Reservoir immer sorgfältig gefüllt werden.' Worauf sich diese zum vollkommenen Brennen unumgänglich nothwendige Bedingung gründet, ist noch nicht hergestellt; wahrscheinlich dürfte der Grund jedoch in der Wirkung der Capillarität zu suchen seyn. Vergeblich suchte man bisher die an den Lampen mit höher stehendem Reservoir gebräuchlichen Flaschen (bouteilles) zu verdrängen. Die eingeriebenen messingenen Stöpsel, deren man sich bediente, oxydirten sich im Oehle schnell, und ließen Luft entweichen, so daß die Lampen überflossen. Hr. Clachet hatte nun die glükliche Idee, diesen Stöpsel durch einen mit Leder besezten, oben an dem Reservoir angebrachten Schraubenpfropf zu ersezen, und den Niveauregulator mittelst einer Spiralfeder luftdicht zu verschließen. An den Kronenlampen hingegen wendet er einen Hahn an, den er unter dem Niveauregulator anbringt, damit weder durch seine Oxydation noch durch seine Abnüzung ein Ausfluß entstehen kann. Dieser Hahn wird auch wirklich nur während des Füllens der Lampe geschlossen; und selbst wenn er hiebei nicht luftdicht sperrte, würde keine Bewegung hieraus erwachsen. Wenn die Lampe gefüllt ist, so öffnet man den Hahn, um das Reservoir mit dem Schnabel in Communication zu sezen. Eine luftdichte Schließung ist demnach bei dieser Einrichtung nicht nöthig. Endlich verfertigt Hr. Clachet auch Lampen, die tragbar sind, die sich sowohl an Billards, als in Speisesälen, und anderwärts verwenden lassen, und die er Lampes à triple usage nennt.

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: