Titel: Ueber Papierverfälschung mit Gyps und Sand.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1838, Band 67, Nr. CII./Miszelle 13 (S. 396)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj067/mi067102_13

Ueber Papierverfälschung mit Gyps und Sand.

Das Journal des connaissances usuelles berichtet über die ihm bekannt gewordene Verfälschung des Papieres mit Gyps und Sand, wobei man die Absicht hat, zum Einwikeln von Waaren ein schwer wiegendes Papier zu erzeugen und dadurch die Käufer zu prellen. Ein Buch eines solchen, zum Einwikeln von Zuker, Kerzen u. dergl. bestimmten Papieres wog 1 Pfd. 6 Quint. Wenn daher zum Auswägen von 250 Zukerbroden solches Papier genommen worden wäre, so würde man 1500 Pfd. Papier für 1500 Pfd. Zuker verkauft haben. Eine andere Papiersorte dieser Art, welche in Säken, die 1 Pfd. Zuker oder Kaffee oder 1/2 Pfd. Vermicelli fassen können, verkauft wurde, enthielt außer dem Papierzeuge kohlensauren Kalk, Kieselpulver, Spuren von Gyps und von Eisenoxyd. Jeder Sak wog beinahe eine Unze, und der Käufer verlor daher bei jedem Pfunde eine Unze, wenn der Inhalt schwer, und noch mehr, wenn er leicht war. Man hat sich in Frankreich bereits bewogen gefunden, von Seite der Behörden gegen diesen Betrug einzuschreiten.

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