Titel: Letellier's Methode vegetabilische Substanzen zu conserviren.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1838, Band 67, Nr. CII./Miszelle 15 (S. 396–397)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj067/mi067102_15

Letellier's Methode vegetabilische Substanzen zu conserviren.

Die Aufbewahrung thierischer Substanzen mittelst äzenden Queksilbersublimats brachte auf die Idee, eben dieses Mittel auch zur Conservirung vegetabilischer, |397| der Einwirkung der Luft und der Feuchtigkeit ausgesezter Körper, namentlich des Holzes anzuwenden. Man fand jedoch, daß das nach diesem Verfahren behandelte Holz, wenn es der Maceration in kaltem Wasser ausgesezt wird, beinahe alles aufgenommene Metallsalz fahren läßt, wodurch das ganze Verfahren nicht bloß unnüz, sondern selbst gefährlich wird. Wenn man der Anwendung des genannten Queksilbersalzes auf thierische Körper nicht denselben Vorwurf machen kann, so rührt dieß daher, daß die in ihnen enthaltene Gallerte und andere Stoffe mit dem Queksilber eine unauflösliche Verbindung eingehen. Um nun auch an den vegetabilischen Stoffen dasselbe zu erzielen, taucht sie Hr. Letellier, nachdem sie in einer kalten, concentrirten Sublimatauflösung eingeweicht gewesen und dann getroknet worden sind, in eine heiße Auflösung von einem Theile Leim in acht Theilen Wasser. Die auf diese Weise behandelten Körper sollen, wenn man sie später auch noch so lang in Wasser weichen läßt, nie eine Spur eines Queksilbersalzes entweichen lassen, wenn das Wasser auch durch die überschüssige Gallerte gefärbt wird. Hr. Letellier versichert, daß Segel, die auf diese Weise zubereitet worden sind, unter Umständen, unter denen sich gewöhnliche Segel mit langem dichten Schimmel bedekten, auch keine Spur von solchem zeigten. (Journal des connaissances usuelles. Julius 1837.)

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