Titel: Paulin's Apparat in lebensgefährlicher Kellerluft angewendet.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1838, Band 67, Nr. CII./Miszelle 5 (S. 393)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj067/mi067102_5

Paulin's Apparat in lebensgefährlicher Kellerluft angewendet.

Hr. Obristlieutenant Paulin erzählt in einem Schreiben an das Journal des connaissances usuelles einen neuen Fall, in welchem sein Feuerlösch-, Tauch- und Rettungsapparat, von welchem wir in unserem Journale schon vielfach zu sprechen Gelegenheit hatten, sich abermals vortrefflich erwies. Ein Viehzüchter hatte seinen Keller mit Trebern gefüllt, und denselben unvorsichtiger Weise so verschlossen, daß keine Erneuerung der Luft Statt finden konnte. Als er mit dem Stalljungen in den Keller trat, ward er sogleich erstikt. Die Sanitätscommission, die den Auftrag erhielt, für Reinigung des unzugänglichen Ortes zu sorgen, wandte sich durch ihr Organ, Hrn. Barruel, an Hrn. Paulin, der sogleich mit seinem Apparate und einigen seiner Sappeurs erschien. Man stellte mit aller Vorsicht einen Probeversuch an, um zu ermitteln, ob der Apparat gegen die verdorbene Luft, die jedes Kerzenlicht augenbliklich zum Verlöschen brachte, hinreichenden Schuz gewähre, und gelangte dabei zu einem überraschend günstigen Resultate. Man schritt demnach sogleich zur Reinigung des Kellers, und ließ durch zwei Sappeurs, die mit den Apparaten angethan waren, die Trebern herausschaffen. In 8 Stunden, während welcher die Sappeurs die zum Aufziehen gerichteten Kübel füllten, und während denen 380 Kübel zu Tage gefördert wurden, war die Arbeit vollbracht; und diese ganze lange Zeit hielten beide Arbeiter in dem verpesteten Keller aus, ohne die geringste Beschwerde dabei zu erleiden. Wir benuzen diese Gelegenheit, um nachdrüklich auf die Einführung und Verbreitung des so höchst nüzlichen Apparates des Hrn. Paulin zu dringen. Ausführlicheres findet man in unserer Zeitschrift Bd. LVIII. S. 137 u. Bd. LXI. S. 379.

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