Titel: Duparge's Methode Holz- und Steinkohlen zuzubereiten.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1838, Band 67, Nr. CXXIV./Miszelle 3 (S. 459–460)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj067/mi067124_3

Duparge's Methode Holz- und Steinkohlen zuzubereiten.

Hr. Duparge hat eine Methode die Holz- und Steinkohlen zuzubereiten angegeben, nach welcher die Kohlen nicht nur weniger Kohlenklein, sondern auch weniger Geruch geben und länger dauern sollen. Ferner liefern sie, zur Behandlung des Eisens verwendet, besseres, beinahe hämmerbares Roheisen, und zwar mit einem geringeren Aufwande an Arbeitslohn. Das milde Feuer, welches sie geben, dringt besser in das Eisen ein und benimmt ihm das Rohe. Die ganze Zubereitung besteht lediglich darin, daß man die Holzkohlen, die Steinkohlen oder auch die gewöhnlichen Kohks mit einer Composition übergießt, die sogleich angegeben werden soll, und daß man sie dann unmittelbar daraus troknet. Will man ihnen noch mehr Kraft und Andauer geben, so wiederholt man das Uebergießen 48 Stunden nach der ersten Operation mit der bereits gebrauchten Composition. Diese bereitet man sich, für 12 Fuhren oder Säke, indem man 200 Pfd. Thon in einem Bottiche 24 Stunden weichen läßt, und dann zu einem diken Brei anrührt. Ferner wirft man in einen anderen Bottich 100 Pfd. geglühten oder nicht geglühten Ruß, drei Pinten Weingeläger, drei Schoppen Ochsen- oder anderes Blut, und zwei Pfund Salmiak, den man in einem oder zwei Liter Wasser aufgelöst hat. Alles dieß rührt man zu einem diken Brei an, mit dem man dann den Thonbrei vermengt. Das Ganze wird endlich gehörig mit Wasser verdünnt. |460| Hr. Duparge empfiehl auch während der Behandlung des Eisens die verdünnte Composition anstatt des Wassers zum Anfeuchten zu verwenden. (Journal des conn. usuelles. August 1837.)

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