Titel: Ueber farbige Flammen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1838, Band 67, Nr. CXXIV./Miszelle 5 (S. 460)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj067/mi067124_5

Ueber farbige Flammen.

Um bei Vorträgen der experimentellen Chemie auf eine leichte und anschauliche Weise zu zeigen, wie das Gefärbtseyn der Flammen vorzugsweise seinen Grund in der verschiedenartigen Natur der Körper habe, dienen nachstehende Mischungen.

Ein sehr schönes, noch tiefer roth als durch salpetersauren Strontian erzeugtes Feuer gibt nachstehende Mischung:

1) man mischt ganz genau:
160 chlorsaures Kali,
40 Schwefelblumen.
2) man mische 3 Salpeter,
1 Schwefelblumen.
3) eigentliche Mischung zum Rothfeuer.
Man nehme: 100 von der Mischung Nr. 1,
40 Schlämmkreide,
10 von der Mischung Nr. 2;

mische alles recht genau und vorsichtig. – Das Gemisch hat man nun nur nöthig durch ein brennendes Schwefelhölzchen anzuzünden, worauf es mir herrlich tief rother Farbe abbrennt. Die Mischung ist auch noch deßhalb interessant, daß hiebei sich erste Chlorcalcium bilden muß, um die rothe Flamme zu erzeugen.

Eine sehr schöne dunkelgrün gefärbte Flamme gibt folgende Mischung. Man nimmt:

4 Flor. aeruginis,

2 Kupfervitriol,

1 Boraxsäure;

mische alles genau. – Man befeuchte jezt etwas Baumwolle durch und durch mit Alkohol, bestreue die Baumwolle mit dem feingeriebenen Gemisch und zünde sie an; so ist die Flamme herrlich grün gefärbt.

Eine rein gelbe Flamme erhält man, wenn Baumwolle eben so mit Alkohol befeuchtet, mit Salmiak oder Kochsalz bestreut und angezündet wird.

Eine violette Flamme, wenn eben so verfahren wird, nur daß man die Baumwolle mit Salpeterpulver bestreut und anzündet.

Eine rein hellblaue Flamme, wenn die mit Alkohol befeuchtete Baumwolle mit einer Mischung aus:

1 Salmiak,

8 Kupfervitriol

bestreut und dann angezündet wird. (Elsner im Journal für praktische Chemie, 1837, Nr. 21.)

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