Titel: Raspail's Ansichten über den inneren Bau der Runkelrübe.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1838, Band 67, Nr. CXXIV./Miszelle 8 (S. 461)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj067/mi067124_8

Raspail's Ansichten über den inneren Bau der Runkelrübe.

Man war bisher so ziemlich allgemein der Meinung, daß die vielen Zellen, die in der Runkelrübe bemerkbar sind, den Zuker und die übrigen durch die Analyse ermittelten Bestandtheile theils schwebend, theils aufgelöst enthielten. Herr Raspail hingegen, der bereits durch seine Untersuchungen über die Stärkmehlkügelchen und andere Dinge bekannt ist, hat gefunden, daß die Zellen nur Schleim enthalten, und daß der Zuker nur in den Längengefäßen und zwar in concretem Zustande enthalten ist. Es läßt sich dieß durch ein sehr einfaches Verfahren, welches Jedermann wiederholen kann, darthun. Man braucht nur auf eine dünne, der Länge nach geschnittene Schnitte einer rothen Runkelrübe einen Tropfen concentrirte, eiweißhaltige Schwefelsäure zu bringen, um zu sehen, daß die ursprünglich rothen Zellen sogleich gelb und die zukerführenden Gefäße purpurroth werden, während die zukerfreien Räume farblos bleiben. Wenn man über diesen Bau der Runkelrübe nachdenkt, so ergibt sich, daß das Pressen eine fehlerhafte Methode den Zuker auszuziehen ist, und daß nur durch das Auslaugen aller Zuker gewonnen werden kann. Man pflegte das Mark nach der ersten Pressung mit Wasser zu befeuchten, und es in diesem Zustande einer zweiten Pressung, bei der man noch eine bedeutende Menge Zuker gewann, zu unterwerfen. Dieses Verfahren, so wie jenes des Hrn. Demesmay, der das Mark der Einwirkung des Dampfes aussezt, scheint die Ansicht des Hrn. Raspail zu bestätigen. (Bulletin des sucres, No. 11 bis 15.)

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