Titel: Ueber die neuen Regen- und Sonnenschirmbeschläge des Hrn. Hamelaerts.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1838, Band 70, Nr. XIII./Miszelle 11 (S. 76)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj070/mi070013_11

Ueber die neuen Regen- und Sonnenschirmbeschläge des Hrn. Hamelaerts.

Hr. Hamelaerts, einer der ersten Regenschirmfabrikanten in Paris, hat einen neuen Mechanismus zum Schließen und Oeffnen dieser Schirme erfunden, den Hr. L. Malepeyre in einem sehr günstigen, an die Acadèmie de l'Industrie erstatteten Berichte im Wesentlichen also beschreibt. Hr. Hamelaerts beschränkt sich darauf, an dem unteren Theile des sogenannten Läufers mit einem Ausschlageisen einen Ausschnitt anzubringen, ihn bis über den Befestigungspunkt der stählernen, zum Ausspannen der Fischbeine dienenden Stäbchen hinauf reichen zu lassen, und dann an seinem oberen Theile einen ähnlichen Ausschnitt anzubringen. Diese beiden Ausschnitte haben die Gestalt eines U, und sind an dem einen ihrer Schenkel mit einem nach Innen gerichteten Dorne versehen. Der Dorn des unteren Ausschnittes ist nach Rechts, jener des oberen nach Links gerichtet. Außerdem sind zwei Aufhaltknöpfe vorhanden, von denen der obere dazu dient, den Schirm ausgespannt zu erhalten, während der untere ihn geschlossen hält. Will man den Schirm öffnen, so braucht man dem Läufer nur eine geringe Bewegung von Rechts nach Links zu geben, denn dann macht sich der Knopf von dem Dorne des U los so daß der Läufer, wenn man ihn bis zum oberen Aufhälter nach Aufwärts schiebt, in den oberen Ausschnitt einfällt, und mittelst des erwähnten Dornes an dem Knopfe fixirt bleibt. Um ihn hievon wieder loszumachen, braucht man nur den Läufer, indem man ihn von Rechts nach Links bewegt, aufzuheben, wo er dann von dem Dorne, der ihn festhielt, frei wird. Um den Schirm zu schließen, wird dann der Läufer bis zum unteren Aufhaltknopfe herab geführt, in den er von selbst einfällt. Dieser ganze Mechanismus ist so einfach und wohlfeil, daß ihn der Erfinder selbst an den gewöhnlichsten Schirmen in Anwendung dringt. (Journal de l'Acad. de l'Industr. 1838, Mai.)

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