Titel: Ueber den sogenannten antimephitischen Apparat des Hrn. Vasseur.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1838, Band 70, Nr. XIII./Miszelle 16 (S. 78)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj070/mi070013_16

Ueber den sogenannten antimephitischen Apparat des Hrn. Vasseur.

Die meisten Apparate, deren man sich bisher bediente, um sich an Orte, die mit irrespirablen Gasarten erfüllt sind, zu begeben, bestehen aus einer Art von Bluse, welche aus Leder oder irgend einem luftdichten Zeuge gearbeitet ist, und die man anthut, wenn man ihrer bedarf. In dieses Wamms, welches als Luftbehälter dient, wird von Außen mittelst Gebläsen und mit Hülfe mehr oder minder langer elastischer Röhren Luft eingetrieben. Der Apparat des Hrn. Vasseur dagegen bedarf weder einer Pumpe noch eines Gebläses; auch ist kein Gehülfe nöthig, der denselben in Bewegung sezt, da ihn der Arbeiter in dem Maaße, als er Luft bedarf, selbst in Thätigkeit bringt. Wenn man das Ohr an die Mündung des nach Außen führenden elastischen Rohres anlegt, so erfährt man, da man alle Bewegungen dadurch hört, ob dem Arbeiter ein Unfall zugestoßen ist oder nicht, wo man ihm dann nöthigen Falles Hülfe schiken kann. Bei den Apparaten mit Gebläsen bleibt man, wenn nicht eigene Vorrichtungen getroffen sind, hierüber in Ungewißheit, und es kann also nicht nur geschehen, daß der Arbeiter verunglükt, ohne daß man es weiß, und daß man bei Feuersbrünsten z.B. auf dessen Leistungen vertraut, während das Feuer ungehindert seine Verheerungen weiter verbreitet. Der Apparat des Hrn. Vasseur ist in einer Minute an- und ausgethan, und erheischt gar keine Beihülfe. (Mémorial encycopédique.)

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