Titel: Ueber Heizung von Dampfschiffen mit Torf.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1838, Band 70, Nr. XIII./Miszelle 2 (S. 72–73)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj070/mi070013_2
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Ueber Heizung von Dampfschiffen mit Torf.

Unter den Dampfschiffen, welche seit den glüklichen Fahrten des Sirius und des Great Western in mehreren Häfen Englands für den Verkehr zwischen England und Nordamerika ausgerüstet worden, verdient der am 5. Julius l. J. von Liverpool mit 40 Passagieren abgegangene Royal William besondere Beachtung. Man hat nämlich die Kohlenmasse, die man für den Bedarf während der Fahrt berechnete, mit einem Antheile Torf vermengt. Man glaubt hiedurch nicht nur die sogenannte todte Last zu vermindern, sondern man hofft auf diese Weise auch die Kessel schneller heizen zu können, als dieß mit unvermischten Steinkohlen allein möglich wäre. Man hält sich für so überzeugt hievon, daß man glaubt, der Royal William dürfte in Folge dieser Vermengung der Steinkohlen mit Torf eine selbst um 1000 Meilen größere Entfernung zurüklegen können, als jene zwischen New York und Liverpool ist. Bei den auf dem Mersey damit angestellten Probefahrten heizte man ein Mal zwei Stunden lang hindurch nur zwei der drei Kessel, ohne daß deßhalb die Geschwindigkeit merklich abgenommen hätte. Hieraus folgt, daß einer der Kessel im Falle der Roth einer Reparatur unterworfen werden kann, ohne daß die Fahrt eine Unterbrechung erleidet. (Civil Eng. and Architects Journal. Jul. 1838.)

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