Titel: Margary's Methode gewisse thierische und vegetabilische Stoffe vor Verwesung zu schüzen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1838, Band 70, Nr. XIII./Miszelle 20 (S. 80)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj070/mi070013_20

Margary's Methode gewisse thierische und vegetabilische Stoffe vor Verwesung zu schüzen.

Das Patent, welches Joshua John Lloyd Margary Esq. von Wellington-Road in der Grafschaft Middlesex, am 19. December 1837 zu dem angegebenen Zweke nahm, findet sich im London Journal, August 1838, S. 273 beschrieben. Das Wesentliche besteht in Folgendem. Das Schuzmittel besteht in schwefelsaurem Kupfer, wovon auf je 5 Gallons kalten oder warmen Wassers ein Pfund Avoirdup. genommen werden soll. Dieses Mittel wird in hölzernen oder anderen Behältern applicirt. Holz, welches man schüzen will, soll auf jeden Zoll Dike zwei Tage lang eingeweicht bleiben; je länger man übrigens dike Balken in der Auflösung beläßt, desto besser ist es. Das Holz ist so troken als möglich in die Auflösung zu bringen, damit es eine um so größere Menge von dieser absorbirt. Canevaß, der geschüzt werden soll, muß bis zur vollkommenen Tränkung, d.h. 8 bis 16 Stunden, in Lagen eingeweicht bleiben, und dann zum Troknen aufgehängt werden. Taue sättigen sich wegen ihrer starken Drehung nicht gut, weßhalb es besser ist, die Schnüre, aus denen sie gedreht werden, vorher einzuweichen. Leinen-, Baumwoll- und Wollengarn oder Zeug eignet sich gleichfalls zur Behandlung. Papier läßt sich zu beiden Seiten mit der Auflösung bestreichen; doch wird diese besser der Zeugmasse zugesezt. Pergament braucht nur sehr kurze Zeit in der Auflösung zu bleiben; Leder und Häute je nach ihrer Dike von einem bis zu 10 Tagen. – Anstatt des schwefelsauren Kupfers kann man, wie der Patentträger sagt, auch essigsaures Kupfer anwenden, wovon ein Pfund auf zwei Quart brennzlige Holzsäure und 14 Quart Wasser zu nehmen ist. – Unseres Wissens ist weder in dem Mittel selbst, noch in der beschriebenen Anwendungsweise etwas Neues.

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