Titel: Versuche mit einigen für Flüsse und Canäle bestimmten Dampfbooten.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1838, Band 70, Nr. XIII./Miszelle 3 (S. 73)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj070/mi070013_3

Versuche mit einigen für Flüsse und Canäle bestimmten Dampfbooten.

Die Mersey and Irewell Navigation Company machte kürzlich einige Probefahrten mit dem kleinen eisernen Dampfschiffe The Jack Sharp,“ an welchem zum Behufe der Fahrten auf kleineren Flüssen und Canälen einige Modificationen angebracht wurden. Das Fahrzeug geht bei 65 Fuß Länge und 14 Fuß Breite leer nur 11 Zoll, mit 120 Passagieren an Bord, aber beinahe 4 Zoll tief im Wasser. Die Triebkraft liefert eine gewöhnliche Marine-Dampfmaschine von 12 Pferdekräften, welche mit Steinkohlen geheizt wird. Die Ruder sind wohl von gewöhnlicher Art, allein sie sind nicht zu den beiden Seiten, sondern am Hintertheile des Fahrzeuges zu beiden Seiten des Steuerruders angebracht. Die Maschine befindet sich über ihnen und ist durch Zahnräder mit ihnen in Verbindung gebracht. Der Rauchfang steigt weit vorne empor. Das Fahrzeug besizt weder Masten noch Segel; für die Passagiere ist eine Cajüte angebracht; sie halten sich jedoch bei guter Witterung meistens auf dem Verdeke auf. Während eines einwöchentlichen Dienstes betrug die Geschwindigkeit im Durchschnitte 7 englische Meilen in der Zeitstunde. Nach den Versicherungen des Capitäns leiden die Ufer der Flüsse und Canäle durch diese Art von Dampfschiffen weniger Schaden, als durch die von Pferden gezogenen Paketboote. – An einem anderen eisernen Boote, welches für den Delaware and Raritan Canal in Nordamerika bestimmt ist, und welches Hr. John Laird in North Birkenhead baute, wurde der von Capitän Ericsson erfundene Propeller (Polyt. Journal B. LXV. S. 395) angebracht. Die damit auf dem Mersey angestellten Versuche sollen gleichfalls günstige Resultate geliefert haben. (Civil Eng. and Archit. Journal. Jul. 1838.)

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