Titel: Ueber die Verbesserungen des Hrn. Wagner in der Groß-Uhrmacher-Kunst.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1838, Band 70, Nr. XIII./Miszelle 9 (S. 75)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj070/mi070013_9

Ueber die Verbesserungen des Hrn. Wagner in der Groß-Uhrmacher-Kunst.

Die Société d'encouragement ertheilte Hrn. Wagner, Uhrmacher und Mechaniker in Paris, in ihrer Generalversammlung vom 27. Junius l. J. ihre silberne Medaille für seine Verbesserungen in der Uhrmacherkunst. Der von Hrn. Francoeur hierüber erstattete Bericht enthält im Wesentlichen Folgendes. „Es ist Hrn. Wagner gelungen, den Preis der Uhren für Landgemeinden, Fabriken, größere Gebäude etc. auf 3 bis 400 Fr. zu ermäßigen, wenn man eine Gloke, auf welche die Stunden geschlagen werden sollen, zur Disposition hat. Er benüzt zu diesem Zweke die sogenannten Jura-Uhrwerke, welche in Moret für beiläufig 40 Fr. fabricirt werden, und läßt die Stunden mit einem Hammer, dessen Gewicht mit der Gloke im Verhältniß steht, auf diese schlagen. Die Idee des Mechanismus verdankt man Hrn. Tissot, Wagner hat ihn jedoch vervollkommnet. Er hat nämlich das Jura-Uhrwerk mit einem Treibgewichte für den großen Hammer, der durch einen mit dem Schlagwerke der Uhr communicirenden Hebel zurükgehalten wird, ausgestattet. Jeder Schlag, den das Schlagwerk vollbringen sollte, wird also hier durch eine dem großen Hammer mitgetheilte Bewegung ersezt, so daß dieser die Stunde genau ebenso schlägt, wie sie sonst der kleine Hammer des Schlagwerkes geschlagen haben würde. Das Gehwerk der Uhr wird hiedurch nicht im Geringsten beeinträchtigt, da der Zusazmechanismus vollkommen unabhängig von ihm ist, und nur dann in Thätigkeit kommt, wenn der Sperrhebel das Gewicht losläßt, so daß er auf den großen Hammer wirken kann.“

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