Titel: Woolrich's Methode kohlensauren Baryt zu gewinnen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1838, Band 70, Nr. XXXV./Miszelle 22 (S. 159)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj070/mi070035_22

Woolrich's Methode kohlensauren Baryt zu gewinnen.

Hr. John Woolrich, Professor der Chemie an der medicinischen Schule in Birmingham, ist der Besizer eines unterm 22. Jun. 1836 ertheilten Patentes auf eine verbesserte Methode kohlensauren Baryt zu gewinnen. Wie wenig Neues an diesem Patente ist, ergibt sich aus folgendem dem London Journal, August 1838 entnommenen Auszuge. Der Patentträger erhizt ein Gemenge aus 5 Gewichtstheilen fein gepulverten schwefelsauren Baryts und einem Gewichtstheile ebenso feiner Holzkohle oder Kohks in einer Retorte zum Rothglühen, und unterhält diese Hize durch zwei Stunden, ohne sich jedoch genau an das Mischungsverhältniß oder die Dauer des Glühens zu binden. Den in der Retorte gebliebenen, aus Schwefelbarium bestehenden Rükstand, löst er hierauf in Wasser auf, wozu nach des Patentträgers Angabe das zehnfache Gewicht kaltes und etwas weniger heißes Wasser erforderlich ist. Die klare Auflösung gießt er in ein Gefäß ab, in welches er mittelst einer Röhre die während des Glühens der angegebenen Mischung aus der Retorte entweichende Kohlensäure leitet, die er also kostenfrei erhält. Dieses Gas erzeugt einen Niederschlag von kohlensaurem Baryt, der nur mehr ausgewaschen, getroknet, und in einem Trokenofen eine Stunde lang scharf getroknet zu werden braucht, um als kohlensaurer Baryt in den Handel zu kommen.

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