Titel: Herron's Vorschlag zur Beleuchtung der Eisenbahnen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1838, Band 70, Nr. LVI./Miszelle 10 (S. 235–236)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj070/mi070056_10

Herron's Vorschlag zur Beleuchtung der Eisenbahnen.

Hr. Herron, der Ingenieur der Eisenbahn zwischen Gasten und Raleigh, hat eine neue Methode, die Eisenbahnen bei Nacht zu erleuchten, vorgeschlagen, welche der National Intelligencer mit folgenden Worten beschreibt. „Der Rauchfang der Locomotive soll auf der Bahn voraus laufen, und das demselben entsprechende Kesselende ist mit einem großen, oben abgerundeten Gehäuse aus Eisenblech, von dem der Rauchfang ausläuft, zu umgeben. Die Flammen sollen aus dem Ofen durch den Kessel in dieses Gehäuse schlagen, und zwar durch 60 bis 140 Röhren von je 2 Zoll im Durchmesser, so daß das Ende des Kessels, welches zugleich auch das innere Ende des Gehäuses bildet, ein honigfladenartiges Aussehen bekommt, und daß aus jeder dieser Zellen, wenn die Maschine in Bewegung gesezt ist, ein heller, das Gehäuse erfüllender und nach Aufwärts in den Rauchfang schlagender Flammenkegel strahlt. Der verbrauchte Dampf soll in einer Röhre durch das Gehäuse an die innere Mündung des Rauchfanges geleitet werden, damit er daselbst mit Gewalt ausströme, die Luft im Rauchfange vor sich her treibe, und also durch Nachziehen der in dem Gehäuse enthaltenen Luft ein Vacuum erzeuge, welches sogleich wieder durch die Ofenflamme ausgefüllt wird. An dem äußeren Ende dieses Gehäuses soll sich unmittelbar unter dem Rauchfange eine elliptische Thür aus Eisenblech von solcher Größe befinden, daß die nöthigen Reparaturen an den Röhren etc. vorgenommen werden können. Wenn nun anstatt dieses blechernen Thürchens die Oeffnung mit einer großen halbkreisförmigen Laterne, die aus kleinen Glasplatten zusammengesezt wäre, verschlossen würde, so müßte diese ein glänzenderes Licht verbreiten als irgend ein Leuchtthurm. Damit keine Funken in die Laterne gelangen, könnte man über die Oeffnung zuerst ein Drahtgitter spannen, und das Glas könnte man, um dem Zerspringen vorzubeugen, etwas einöhlen. Vielleicht wäre ein feines Drahtgitter, wie man es zu den |236| Davy'schen Sicherheitslampen nimmt, sogar der Laterne vorzuziehen, da durch die geringe Quantität zutretender Luft der Glanz der Flamme noch erhöht würde. Eine derlei Vorrichtung würde nicht viel kosten, und in Kürze durch die Ersparniß des Oehles in den dermaligen so wenig leistenden Lampen ausgeglichen seyn.“ (Civil Eng. and Archit. Journal.)

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