Titel: Rubanhoffen's Dünger.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1838, Band 70, Nr. LVI./Miszelle 19 (S. 239)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj070/mi070056_19

Rubanhoffen's Dünger.

Ferdinand Rubanhoffen in Passey, rue basse, No. 27, hat die Bereitungsart eines von ihm erfundenen Düngers angegeben, den er besonders den Zukerfabriken und den in ihrer Umgegend befindlichen Landwirthen zu berüksichtigen empfiehlt, da die an vielen Orten beinahe werthlose Melasse den Hauptbestandtheil desselben bildet. Sein Verfahren wird im Recueil supplémentaire des Journal de l'Académie de l'industrie folgendermaßen angegeben. Man begießt einen Drittel Kubikfuß Aezkalk in einem Scheffel mit einem Pfund Wasser und dekt den Scheffel zu. Nach 6 Stunden, wo der Kalk abgelöscht ist, bildet man aus demselben mit 80 Liter (160 Pfd.) siedenden Wassers eine Kalkmilch, die man dann mit 100 Kilogr. Melasse vermengt. Dieses Gemenge rührt man endlich mit 20 Liter irgend eines thierischen Blutes ab, womit der Dünger fertig ist. Man erhält auf diese Weise für 14 1/2 Fr. 175 Liter Dünger von 18° Dichtheit und 1,125 Kilogr. Schwere. Der Erfinder theilt nach den Versuchen, welche er mit seinem Dünger anstellte, die Bodenarten in folgende 5 Classen: 1) leichter Boden; 2) erschöpfter oder uncultivirter Boden; 3) sandiger Boden; 4) starker Boden; 5) Boden mit Kalksteinunterlage. Für die drei ersten Bodenarten soll man auf die oben angegebene Menge Kalkmilch und Blut 120 Kilogr. Melasse, für die beiden lezteren dagegen nur 90 Kilogr. nehmen. Um Weinstöke mit diesem Dünger zu begailen, soll man um sie herum Gruben von 3 bis 4 Zoll Breite und Tiefe machen und in diese den Dünger gießen. Wenn die Erde den Dünger eingesogen hat, soll man die Gruben wieder zumachen.

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