Titel: Van Schoultz's Methoden Salzsoolen zu reinigen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1838, Band 70, Nr. LXIX./Miszelle 13 (S. 316–317)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj070/mi070069_13
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Van Schoultz's Methoden Salzsoolen zu reinigen.

Ein Hr. Nils Sholtewskii Van Schoultz in Salina, im Staate New York, nahm am 23. Jul. 1837 ein Patent auf eine Reinigungsmethode der zur Gewinnung von Kochsalz bestimmten Salzsoolen. Wir entnehmen hierüber aus der im Franklin Journal, Mai 1838, S. 278 enthaltenen Beschreibung des Patentes Folgendes. Der Patentträger theilt die Salzsoolen in zwei Classen. Zur ersten Classe zählt er jene, die mehr oder weniger mit schwefelsaurem und kohlensaurem Kalke verunreinigt sind, und also auch ein mit diesen Salzen verunreinigtes Kochsalz geben. Zur zweiten Classe rechnet er die Soolen, welche hauptsächlich salzsaure Bitter- und Kalkerde unter den Unreinigkeiten einhalten, und die beim Versieden ein unreines, dem Zerfließen ausgeseztes Kochsalz liefern. Die Soolen der ersten Classe reinigt er, indem er in eine hölzerne Cisterne, welche 600 Kubikfuß Wasser faßt, 50 Bushel Holzkohle (oder wenn man den Kohlenstoffgehalt berüksichtigt, auch mineralische Kohle) dringt; dann dieselbe mit der Soole füllt, und hierauf unter Umrühren 1 Pfd. 2 Unzen Alaun zusezt. Nach 48 Stunden Rahe ist die Soole zum Versieden geeignet. – Um die Soolen der zweiten Classe zu reinigen trägt er in eine hölzerne Cisterne, welche 5000 Kubikfuß Wasser faßt, 100 Bushel mineralische Kohle ein. Wenn die Cisterne dann zur Hälfte mit Soole gefüllt worden, rührt er ein Sechzehntel Bushel Aezkalk darunter; und wenn die Cisterne hierauf ganz gefüllt worden, sezt er unter Umrühren auch noch 3 Pfd. Alaun zu. Nach 48 Stunden Ruhestand kann auch diese Soole versotten werden. Der Kalk soll die Birkererde fällen, und der hiedurch gebildete salzsaure Kalk wird durch die Kohle und den Alaun zersezte. Würde man den Alaun vor dem Kalke beimischen, so würde lezterer ersteren zersezen. – Die angegebene Quantität Kohle reicht für einen Monat hin; die angegebenen Quantitäten Alaun und Kalk dagegen müssen nach jedesmaliger Füllung der Cisterne eingetragen werden. Ist soviel Iod in der Soole enthalten, daß die Pfannen dadurch angegriffen werden, so sezt der Patentträger eine Viertelunze schwefelsaures Mangan zu, das er in Papier eingewikelt in die Cisterne wirft, und alle 14 Tage erneuert. – Da die nach obigen Angaben behandelten Soolen stets Zeit zur Abscheidung der gefällten Unreinigkeiten brauchen, so muß man immer mit wenigstens drei Behältern oder Cisternen arbeiten, von denen jede soviel faßt, als an einem Tage versotten werden kann.

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