Titel: Iveson's Patent auf Verhütung von Rauch und auf Ersparnis an Brennmaterial.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1838, Band 70, Nr. CI./Miszelle 14 (S. 456)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj070/mi070101_14

Iveson's Patent auf Verhütung von Rauch und auf Ersparnis an Brennmaterial.

Hr. Iveson gehört zu den vielen Erfindern, die sich Vertilgung des Rauches und Ersparniß an Brennmaterial zur Aufgabe gemacht haben. Sein Verfahren beruht, nach Angabe des Edinburgh Observer, lediglich darauf, daß er unmittelbar über dem Feuer und auf die Flamme herab Dampf in den Ofen eintreibt, wodurch alle brennbaren Stoffe so vollkommen aufgezehrt werden sollen, daß auch keine Spur von Rauch am Ausgange des Schornsteines zum Vorscheine kommt. Nach den Arbeiten, welche der Erfinder mehrere Monate hindurch in Gemeinschaft mit dem bekannten Chemiker Dr. Fyfe vorgenommen, soll hiebei die Ersparniß an Steinkohlen wenigstens die Hälfte betragen haben, so daß eine Dampfmaschine, welche sonst täglich 10 Tonnen Steinkohlen verzehrte, mit 5 Tonnen dasselbe leistete. – Der Einsender des Artikels in dem genannten Blatte wohnte selbst einem Versuche bei, und bemerkt darüber Folgendes: Das Feuer wurde wie gewöhnlich aufgezündet, und ein diker schwarzer Qualm entwich aus dem Schornsteine; kaum hatte man aber die Dampfröhre geöffnet, so war aller Rauch verschwunden, als wenn gar kein Feuer im Ofen wäre. Der Rauch erschien jedesmal wieder, so oft man den Dampf absperrte. Bei den meisten der angeführten Versuche verwendete man Dampf von hohem Druke, indem die Maschine unter einem Druke von 35 Pfd. arbeitete; in einigen Fallen bediente man sich jedoch auch des Dampfes von niederem Druke mit gleichem Vortheile. – Das ganze Verfahren ist glüklicher Weise leicht anwendbar; denn man braucht in allen Fällen, wo man einen Dampfkessel zur Verfügung hat, nur von irgend einem Theile desselben her eine kleine Röhre zu leiten, welche sich in dem Ofen in eine Art von Sprizkopf endigt, so daß der Dampf nach allen Richtungen auf die Flamme strömt. Hätte man keinen Kessel zur Verfügung, so müßte man einen kleinen, der nicht viel kostet, anschaffen. Hat man eine Hochdrukmaschine zu Gebot, so kann man einen Theil des Auslaßdampfes in den Ofen leiten. Der Verbrauch an Dampf beträgt ungefähr den zwölften Theil des im Kessel erzeugten Dampfes, und dieser muß natürlich von der oben angegebenen Ersparniß abgezogen werden. (Mechan. Magazine No. 788.)

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