Titel: Zeichnen der Wäsche durch Einbrennen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1838, Band 70, Nr. CI./Miszelle 19 (S. 459)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj070/mi070101_19

Zeichnen der Wäsche durch Einbrennen.

Die meisten chemischen Tinten, die man gewöhnlich zum Zeichnen der Wäsche empfiehlt, taugen für das praktische Leben nicht, weil sie leicht zerstörbar sind. Hr. Hänle in Lahr schlägt deßhalb eine andere Methode vor, wobei man sich des Kohlenstoffs bedient. Man läßt sich für diesen Zwek von Messing oder Eisen einen kleinen Stempel mit dem Namen in erhabenen Buchstaben verfertigen. Die Stelle, die bezeichnet werden soll, wird mit einer Auflösung von 2 Loth Zuker in 1 Loth Wasser bestrichen und getroknet. Um dieselbe zu bezeichnen, macht man den Stempel so heiß, daß er dem Glühen nah? steht, und drükt ihn dann je nach der Hize desselben 2 bis 6 Secunden lang auf die Stelle auf. Hiebei verbrennt der Zuker mit einem geringen Theile von den Fasern der Leinwand oder des Baumwollenzeuges, und stellt den Namenszug in brauner Farbe dar, die durch und durch geht und nicht ausgewaschen wird. Der Zuker schüzt zugleich die Leinwand vor dem gänzlichen Verbrennen. Einige Proben, die man zuvor an mehreren Lappen macht, werden bald die nöthige Gewandtheit geben.

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