Titel: Ueber Papierfabrication aus der Rinde des Maulbeerbaums.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1839, Band 71, Nr. XXXI./Miszelle 10 (S. 175)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj071/mi071031_10

Ueber Papierfabrication aus der Rinde des Maulbeerbaums.

Man hat schon seit langer Zeit vorgeschlagen, den Brei der Maulbeerbaumrinde statt des Lumpenzeuges bei der Papierfabrication anzuwenden; aber bis jezt ist dieses Surrogat niemals im Großen angewandt worden, da es an einem einfachen und ökonomischen Verfahren fehlte, um von dem faserigen Theile der Maulbeerbaumrinde die Bruchstüke der Epidermis zu trennen, welche niemals ihre braune Farbe verlieren und die Weiße des Papiers beeinträchtigen. Diese Schwierigkeit verschwand bei einem neuen, von den HHrn. Gerard und Predaval angewandten Fabricationsverfahren, welches folgendes ist:

Die Rinden, zu irgend einer Jahreszeit gesammelt, werden mit einer concentrirten Kalkmilch gewaschen und dann getroknet; man läßt sie alsdann durch die Mühle gehen, darauf durch die Beutelkammer, welche von der Epidermis den Splint und die faserige Substanz trennt. Diese leztere wird durch das Windrad von dem Holze geschieden, und dann hat man nichts mehr nöthig, als zu bleichen, um dieselben sogleich zur Papierfabrication anwenden zu können. (Aus den Compt. rend. im Journal für prakt. Chemie.)

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: