Titel: Künstliches Troknen von Bauholz.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1839, Band 71, Nr. LXIII./Miszelle 11 (S. 334–335)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj071/mi071063_11

Künstliches Troknen von Bauholz.

Die HHrn. Holmes, Baumeister in Liverpool, berichten, daß sie durch das künstliche Troknen des zum Legen von Böden und anderen Zweken bestimmten Holzes in Stand gesezt sind, ihr Geschäft schwunghafter zu treiben, indem sie |335| nun mit aller Leichtigkeit stets über einen großen Vorrath ganz ausgetrokneten Holzes verfügen können. Die Trokenkammer, deren sie sich bedienen, hat 43 Fuß Länge, 17 Fuß 6 Zoll Höhe und 11 Fuß Breite; sie faßt gegen 30,000 Quadratfuß Bretter, und kostete gegen 150 Pfd. St. Bei dem früheren Beheizungssysteme mit Dampfröhren brauchte das Holz beinahe einen Monat zum Troknen; seit Einführung der Heizmethode der HHrn. Price und Manby (polyt. Journal Bd. LXX. S. 31) hingegen kann die Kammer alle 10 Tage ausgeleert werden, wodurch an Zeit, Arbeit und Holz erspart wird. Die mittlere Temperatur, welche in der Kammer unterhalten wird, beträgt 32° R, wobei die Verdunstung der in dem Holze enthaltenen Flüssigkeit so gleichmäßig von Statten geht, daß das Holz beinahe nie solche Riffe bekommt, wie beim Troknen desselben an der Luft oder in der Sonne. Dazu kommt noch, daß sich das Holz auch nur wenig zusammenzieht. Ein geflößter Laden von 1 1/4 Zoll Dike, der durch und durch naß war, war nach 5tägigem Aufenthalte in der Kammer, vollkommen und durch und durch getroknet. Die HHrn. Holmes empfehlen besonders den mehr beschäftigten Tischlern und Pianoforte-Fabrikanten sich ähnliche Trokenapparate anzuschaffen. (Civil Engin. and Archit. Journal. Novbr. 1838.)

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