Titel: Ueber die optischen Eigenschaften des Dampfes.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1839, Band 71, Nr. XCVII./Miszelle 2 (S. 478–479)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj071/mi071097_2

Ueber die optischen Eigenschaften des Dampfes.

Hr. Prof. Forbes in Edinburgh hat durch eine Reihe von Versuchen ermittelt, daß der Wasserdampf, bevor irgend eine Verdichtung in ihm beginnt, vollkommen |479| durchsichtig ist, und den durch ihn gehenden Lichtstrahlen keine merkliche Färbung gibt. Hat die Verdichtung dagegen einen gewissen Grad erreicht, so ist der Dampf gleich einem angeräucherten Glase nur mehr für die rothen Lichtstrahlen durchgängig. Bei einem noch höheren Grade der Verdichtung ist er in großen Massen undurchsichtig während er in geringeren Diken das weiße Licht durchläßt, ohne es zu färben. Wenn man Wasserdampf in einer Glaskugel verschließt, so kann man ihn durch einfache Veränderung der Temperatur in diese drei verschiedenen Zustände versezen. Da der Dampf keiner bedeutenden Spannung bedarf, um diese Erscheinungen zu geben, so meint Hr. Forbes, daß das Abendroth durch den Durchgang der Sonnenstrahlen durch Wolken, welche sich in dem Präcipitationszustande, der bei dem Versuche im Kleinen die rothen Strahlen durchließ, befanden, hervorgebracht werden könnte. Hienach meint er, ließe sich auch die meteorologische Bedeutung, die man dem Morgen- und Abendrothe beilegt, erklären. (Echo du monde savant, No. 413)

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