Titel: Taylor's Wasserbrecher.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1839, Band 72, Nr. LIII./Miszelle 6 (S. 236)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj072/mi072053_6

Taylor's Wasserbrecher.

Das London Journal gibt in seinem neuesten Januarhefte eine kurze Beschreibung des schwimmenden Wasserbrechers, auf welchen Capitän Joseph Needham Taylor von Red Lion Square in der Grafschaft Middlesex, am 4. Jul. 1838 ein Patent ertheilen ließ. Der neue schwimmende Wasserbrecher soll die Gewalt der Wogen brechen, und dabei nicht so vielen Beschädigungen ausgesezt seyn, wie die gemauerten Wasserbrecher und die feststehenden Pfeiler, die doch auch nicht mehr leisten als ersterer. Die Vorrichtung des Patentträgers besteht aus einem aus starken Bohlen zusammengebolzten Gebälke, dessen Zwischenräume theilweise mit sehr starken Dielen ausgefüllt sind, jedoch so, daß das Wasser zwischen ihnen durchströmen kann. Wären die Dielen zu nahe an einander, so würden leicht einige derselben durch das Wasser aufgehoben werden. Dieser schwimmende Wasserbrecher wird da, wo man seiner bedarf, mittelst einer Kette oder eines Taues fest verankert; er wird die Gewalt der Wogen brechen, ohne bei seiner Nachgiebigkeit selbst darunter zu leiden. Er eignet sich zum Schuze von gemauerten Wasserbrechern, Leuchtthürmen, Festungswerken, Häfen, Ankerpläzen, Doken, Werften, Landungspläzen, Dämmen, Brüken und mannigfachen Wasserbauten. – Hat der Erfinder seine Idee nicht vielleicht auf einer Reise durch den Continent von dem entnommen, was man an unseren Gebirgsströmen zu thun pflegt, wenn sie in ihrer tobenden Wuth ein Ufer bedrohen oder schon zerstört haben? Es ist nämlich bekannt, daß einige Tannenbäume, welche man mitsammt ihren Zweigen an den bedrohten Stellen einhängt, ein treffliches temporäres Schuzmittel gewähren.

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