Titel: Benuzung der Schaukelbewegung der Schiffe zum Pumpenbetriebe.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1839, Band 72, Nr. LIII./Miszelle 7 (S. 236–237)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj072/mi072053_7
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Benuzung der Schaukelbewegung der Schiffe zum Pumpenbetriebe.

Hr. Biche schlägt eine neue Methode vor, durch die Schaukelbewegung der Schiffe das in den Kielraum eindringende Wasser auszupumpen. Sein Mechanismus besteht in einem horizontalen Cylinder, der unter der unteren Batterie und am Fuße des großen Mastes fixirt seyn soll. In diesem Cylinder, dessen Achse senkrecht gegen den Kiel gerichtet wäre, hätte sich ein Kolben zu bewegen, der durch zwei Bleie von je 3000 Kilogr. Schwere, welche auf zwei auf eisernen Bahnen laufenden Wagen angebracht sind, fortgezogen würde. An jedem dieser Bleie müßte sich eine eiserne Stange befinden, die an ihrem anderen Ende mit dem Kolben in Verbindung stünde. Wie sich das Schiff abwechselnd auf diese und auf jene Seite legt, würden die Bleie in Folge der Schräge der Bahnen bald gegen diese, bald gegen die andere Seite rollen, und dieselbe Hin- und Herbewegung würde mithin auch dem Kolben mitgetheilt werden. Mit diesem horizontalen Cylinder wären zwei in den Schiffsraum hinabsteigende Röhren und zwei Pumpenstiefel, die das Wasser aus dem Schiffe hinausschaffen, in Verbindung zu bringen; wobei sich von selbst versteht, daß allerwärts für gehörige Ventile gesorgt seyn müßte. Der Vorschlag des Hrn. Biche erscheint dem Mémorial encyclopédique allerdings sehr sinnreich; allein bei der großen Unregelmäßigkeit in den Schwankungen der Schiffe zweifelt es. mit Recht an der praktischen Ausführbarkeit desselben. Jedenfalls wäre, wie Hr. Riche selbst angibt, eine solche Einrichtung zu treffen, daß, im Falle die Schwankungen zu schwach wären, um den Apparat in Thätigkeit zu sezen, durch Menschenhände nachgeholfen werden könnte.

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