Titel: Neue Belege über die Patentgerbemethode der HHrn. Herapath und Cox.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1839, Band 72, Nr. LXVII./Miszelle 11 (S. 318–320)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj072/mi072067_11

Neue Belege über die Patentgerbemethode der HHrn. Herapath und Cox.

Das Mechanics' Magazine enthält in seiner No. 816 S. 457 eine Zuschrift des Gerberei-Inhabers Stephen F. Cox in Nailsea bei Bristol, in welcher sich derselbe über die Patentgerbemethode der HHrn. Herapath und Cox (die unseren Lesern aus dem polyt. Journal Bd. LXIX. S. 37 und 399 bekannt ist), auf folgende höchst günstige Weise ausspricht. „Ich betrieb bisher die Gerberei von Sohlleder aus südamerikanischen Häuten mit ungefähr gleichen Quantitäten englischer Eichenrinde und Smyrner Valonia, und brauchte dabei nach der alten |319| Methode ungefähr 12 Monate, um die Häute gahr zu bekommen. Seit ich die neue Methode einschlug, habe ich gegen 1500 Häute darnach gegerbt und verkauft, so daß ich also aus der Erfahrung und nicht vom Hörensagen sprechen kann. Folgende Tabelle enthält eine vergleichende Uebersicht der Resultate.

Textabbildung Bd. 72, S. 319

Hieraus ergibt sich, daß nach dem neuen Verfahren in 3 Monaten aus 58 Pfd. Haut um 3 4/8 Pfd. mehr Leder gewonnen wurden, als nach dem alten Verfahren in 12 Monaten aus 59 1/5 Pfd. Haut! Die Häute waren von gleicher Qualität, wurden in derselben Gerberei, in einem und demselben Jahre und mit ganz gleichen Gerbestoffen behandelt. Die Zeit, welche die neue Methode erforderte, wechselte einigermaßen; einige Häute brauchten 3 Monate, andere wurden 2 Monate und 21 Tage, nachdem sie aus dem Salze genommen, schon als Sohlleder zu |320| Markte gebracht! Was die Farbe betrifft, so erzeuge ich diese nach Belieben vom dunklen Braun bis zum Strohgelb. Was jedoch dem Patentleder zur besonderen Empfehlung gereicht, ist seine außerordentliche Wasserdichtheit, seine Elasticität, und seine Dauerhaftigkeit, wofür ich durch Muster die Beweise beibringe. Uebrigens sprechen hiefür auch alle meine Abnehmer an den Kohlengruben, in den Eisenwerken, Fabriken etc.“

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