Titel: Great-Western-Dampfschiff-Gesellschaft.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1839, Band 72, Nr. LXVII./Miszelle 4 (S. 315–316)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj072/mi072067_4

Great-Western-Dampfschiff-Gesellschaft.

Die Eigenthümer des Great-Western-Dampfschiffes hielten im März eine halbjährige Generalversammlung, bei welcher Hr. Claxton den Bericht vortrug. Es geht daraus hervor, daß der Great-Western, das erste Dampfschiff, welches die Gesellschaft zu den Fahrten zwischen England und Nordamerika verwendete, alle ungünstigen Prophezeyungen Lügen gestraft und einen Ertrag abgeworfen hat, wie man sich ihn kaum erwarten durste. Das Schiff ist, nachdem es 36,000 Seemeilen |316| zurükgelegt, und dabei 36 Tage lang heftigen Winden und Stürmen ausgesezt gewesen, in so gutem Zustande, daß es keiner Kalfaterung bedarf, und daß an seinem Kupferbeschlage auch nicht eine Runzel zu entdeken ist. Es brauchte zur Ueberfahrt im Durchschnitte hinüber 15 1/2 und heimwärts 13 Tage; die schnellste Fahrt war hinüber in 14 1/2, zurük in 12 1/4 Tagen vollbracht. Gegen 1000 Passagiere benuzten dasselbe. Aus den Rechnungen ergab sich, daß nach Abzug aller Kosten, und nachdem 2000 Pfd. St. für Verbesserungen an dem Schiffe und für Assecuranz, 1500 Pfd. für Beschädigungen der Güter, welche bei den Stürmen im Oktober v. J. vorfielen, bezahlt, und 2000 Pfd. als Reservefond zurükgelegt wurden, doch noch ein Gewinn blieb, der eine halbjährige Dividende von 5 Proc. zuließ, so daß also mit Einschluß der 4 Proc. des früheren Halbjahres auf das ganze Jahr eine Dividende von 9 Proc. kam. Die Gesellschaft beschloß, ein weiteres Dampfschiff zu bauen, und zwar aus Eisen. (Mechanics' Magazine, No. 814.)

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