Titel: Ueber einen neuen hydropneumatischen Barometer.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1839, Band 72, Nr. LXVII./Miszelle 8 (S. 317)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj072/mi072067_8

Ueber einen neuen hydropneumatischen Barometer.

Die Zerbrechlichkeit des gewöhnlichen Barometers und die Leichtigkeit, mit der er in Unordnung geräth, veranlaßten Hrn. Cooper auf die Lösung folgenden Problemes zu denken: Verfertigung eines zum Messen des atmosphärischen Drukes bestimmten Apparates, welcher nicht nur solid gebaut, sondern zugleich auch bequem und sicher zu gebrauchen ist. Das von ihm erfundene und der königl. Gesellschaft in London in ihrer Sizung vom 28. Febr. l. J. vorgelegte Instrument hat einige Aehnlichkeit mit dem Ludion oder cartesischen Teufelchen und der Nicholson'schen Waage. Es ist aus Kupfer gefertigt, und besteht aus einem abgestuzten, an beiden Enden geschlossenen Kegel, der oben auf einer Stange ein Schälchen trägt. Dieses leztere ist zur Aufnahme jener Gewichte bestimmt, durch welche das Instrument, wenn es in Wasser getaucht ist, beständig auf dasselbe Niveau eingesenkt wird. Die untere Wand besteht aus einem kupfernen Pfropfe von solcher Schwere, daß er den Apparat in senkrechter Stellung und auf gehöriger Tiefe erhält. Dieser Pfropf ist in seiner Mitte durch und durch gebohrt. Der obere Theil des Kegels hat 2, der untere nur 1 Zoll im Durchmesser, wobei die ganze Höhe des Kegels 9 Zoll beträgt. Das Instrument wird in eine Art Etui gebracht, welches Wasser enthält, und welches sich von Unten und mittelst einer Weingeistlampe auf eine constante Temperatur erwärmen läßt. Um einen Versuch anzustellen, füllt man den Kegel zuerst mit Wasser; dann läßt man einen Theil dieses Wassers in ein Gefäß von bekanntem Rauminhalte fließen, um die Flüssigkeit durch eine Luftmenge zu ersezen, welche beständig und bei allen Beobachtungen eine und dieselbe bleibt. Hierauf läßt man das Instrument schwimmen. Da die Temperatur der umgebenden Flüssigkeit, wie oben gesagt, eine constante ist, so folgt hieraus, daß die in der Röhre eingeschlossene Luft ein Volumen hat, welches wie der Druk der atmosphärischen Luft wechselt, und daß also dieser mittelst der Gewichte, die man auf das Schälchen legen muß, um das Instrument bis auf das Nivean einsinken zu machen, mit Genauigkeit bestimmt werden kann. (Echo du monde savant, No. 426.)

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