Titel: Programm der von der Société d'encouragement pour l'industrie nationale in der Generalversammlung vom 16. Jan. 1839 für die Jahre 1840, 1841, 1844 und 1846 ausgeschriebenen Preise.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1839, Band 72, Nr. LXXVIII./Miszelle 1 (S. 391–395)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj072/mi072078_1

Programm
der von der Société d'encouragement pour l'industrie nationale in der Generalversammlung vom 16. Jan. 1839 für die Jahre 1840, 1841, 1844 und 1846 ausgeschriebenen Preise.

I. Mechanische Künste.

Preise für das Jahr 1840.

1. Eine Summe von 8000 Fr. für ausführliche und beschreibende Abhandlungen über die als Werkzeuge für große mechanische Werkstätten dienenden Maschinen.

(Die Gesellschaft beabsichtigt, so schnell als möglich eine Sammlung jener Maschinen zu veranstalten, deren man sich in größeren mechanischen Werkstätten als Werkzeuge oder Handwerksgeräthe bedient. Diese Sammlung soll Alles umfassen, was sowohl Frankreich als das Ausland in fraglicher Beziehung bietet. Die Gesellschaft sucht hiebei keine neuen Erfindungen anzuregen, sondern sie verlangt möglichst ausführliche graphische Darstellung der bereits bestehenden und als gut anerkannten Maschinen, ohne hiebei jene auszuschließen, die noch mehr oder weniger zu wünschen übrig lassen, insofern ihnen Andeutungen, welche auf deren Vervollkommnung abzielen, beigegeben sind. Dabei behält sie sich vor, die eingelaufenen Abhandlungen nach Gutdünken zu belohnen, und sie ganz oder auch nur in einzelnen, ihren Zweken entsprechenden Artikeln bekannt zu machen, oder sie selbst umzuarbeiten, wenn sie dieß für nöthig erachten sollte. Würde der Preis nicht von einem Werke gewonnen, welches sich über den gesammten Gegenstand verbreitet, so würde er je nach der Wichtigkeit der von der Gesellschaft als preiswürdig befundenen Abhandlungen an die Verfasser dieser vertheilt werden. Die Vertheilung würde hiebei auf solche Art geschehen, daß die Gesammtsumme erst dann erschöpft wäre, wenn sämmtliche der hier folgenden Fragen eine genügende Lösung erlangt hätten. Die Preisschriften haben nämlich hauptsächlich folgende Gegenstände zu umfassen.

1. Das Zurichten der Metalle mittelst Maschinen, wie z.B. mit der Drehebank, mit der Hobelmaschine, mittelst des Abschleifens oder irgend einer Abreibmethode.

2. Die Verrichtungen der Drehebank bei deren Benuzung zur Vollendung größerer Gegenstände. Besonders abzuhandeln sind in dieser Beziehung die Drehebank mit freistehender Spindel (tour en l'air), die Spizendrehebank (tour à pointes), die stehende Drehebank (tour vertical), jene, an welcher der Drehstahl beweglich, der Gegenstand dagegen fixirt ist; die Veränderungen in der Geschwindigkeit, die Wagen im Allgemeinen, die geeignetsten Formen für ihre Basen; und die Mittel, womit sie nach allen Richtungen versezt werden können.

3. Das Bohren von Löchern in fest eingespannte Gegenstände nach einer genau bestimmten und unveränderlichen Achse, welche Fehler auch in der Masse vorkommen mögen. Der Durchmesser der Löcher muß sich im Voraus und mit Genauigkeit nach dem angewendeten Instrumente bemessen lassen.

4. Das horizontale und senkrechte Ausbohren (alésage) von größeren Gegenständen und außerdem ein Correctionsmittel, welches mit Leichtigkeit auf das gewöhnliche Bohren von Löchern angewendet werden kann, im Falle kein den bisherigen Methoden vorzuziehendes Verfahren angegeben wurde.

5. Das Bohren von Zapfenlöchern durch gewisse Gegenstände, und die Verfertigung von Falzen, mit deren Hülfe man mit Schlüsseln Räder und Kurbeln an den zur Fortpflanzung der Bewegungen dienenden Wellen oder Spindeln aufzieht.

6. Die Beschreibung der Anwendung der Senkkolben, wenn mit ihnen bedeutende Substanzmengen weggenommen werden sollen, so wie auch einer Methode, nach welcher diese Instrumente leicht zu repariren sind.

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7. Das Schneiden von Schraubenspindeln und Schraubenmuttern, wobei die Substanz geschnitten und nicht zurükgestaut wird. Diese Operation muß, da sie durch Maschinen von großer Kraft bewerkstelligt wird, nothwendig leicht zu handhaben seyn; auch müssen sich die dazu gehörigen Stüke, sie mögen beweglich oder unbeweglich seyn, leicht und schnell aufziehen lassen.

8. Die Maschinen zum Eintheilen und Schneiden gußeiserner Räder, ohne daß man sie vorläufig abzukrusten (ecroûter) braucht. Es muß mit den Maschinen die sogenannte verlorene Zeit vermieden werden, und sie müssen nicht bloß die beiden Flächen der Zähne nach den Curven der Caliber formen, sondern sie müssen auch den Grund und das Ende der Zähne auf concentrische Weise zurichten. Die Maschinen müssen nicht nur gerade Zähne, sondern auch Winkelräder mit jedem beliebigen Neigungswinkel, so wie auch die sogenannten White'schen Zähne schneiden.

9. Die auf die Kesselfabrication bezüglichen Arbeiten, wie das Durchschlagen der Bleche, das Theilen der Metalle in Blätter und Stäbe, das Biegen und Ausbauchen der Bleche, die Verfertigung von Nieten und deren Vernietung mit mechanischen Vorrichtungen.

Die allgemeinen Bedingungen sind: 1) alle schneidenden Theile müssen in Bezug auf ihre Schneide in einem auf das Vierfache vergrößerten Maaßstabe dargestellt werden; zugleich ist ihre Stellung und die Befestigungsweise derselben ausführlich zu beschreiben. 2) es ist mit Genauigkeit und in metrischen Maaßen die gehörige Geschwindigkeit für jeden der Theile, und zwar sowohl für Gußeisen, als für Schmiedeisen und Kupfer, je nachdem sie auf dieses oder jenes zu wirken haben, anzugeben. 3) die Gesellschaft nimmt von Praktikern alle auf den fraglichen Zwek bezügliche Mittheilungen an, und behält sich vor, sie je nach Umständen bei der Vertheilung der Preise zu berüksichtigen. Die zu den Preisen bestimmte Summe beträgt 8000 Fr.; der Einsendungstermin läuft mit dem 31. Decbr. 1839 ab.)

Preis für das Jahr 1841.

2. Preis von 6000 Fr. für die durch Versuche ermittelte Bestimmung des Widerstandes der Metalle bei verschiedenen Temperaturgraden, und für Erforschung der Wirkung der Wärme auf die Cohäsion der Metallmolecüle.

(Obwohl man schon längst die Beobachtung gemacht, daß die Zähheit der Metalle unter verschiedenen Temperaturen verschiedene Modificationen erleidet, so besizen wir doch bis zur Stunde noch kein gehöriges Maaß für diese lezteren. Von großem Nuzen wäre es unstreitig, wenn durch directe und positive Versuche dargethan würde, nach welchem Geseze die Wärme auf die Metalle wirkt, und dadurch die Cohäsion ihrer Theile erhöht oder vermindert; ja genaue Kenntnisse in dieser Beziehung sind gewissermaßen unumgänglich nothwendig zur Ergänzung der Maßregeln, welche in diesem Augenblike in Betreff der für die Dampfmaschinen einzuführenden Polizei im Werke sind. Wie lassen sich auch in der That die Dimensionen der Theile, die Dike der Kesselplatten so bestimmen, daß sie einen dem Druke, den sie auszuhalten haben, entsprechenden Widerstand leisten, wenn man nicht weiß, welche Veränderung ihre Zähheit bei diesen oder jenen Temperaturen erleidet? Die Gesellschaft glaubt daher, sowohl im Interesse der Industrie, als auch in jenem der öffentlichen Sicherheit für die Lösung dieser Frage durch gehörige Versuche einen Preis von 6000 Fr. ausschreiben zu müssen.

Diese Versuche müssen in der Art vorgenommen werden, daß sie stets mit den Umständen zusammenfallen, denen das Metall bei den verschiedenen mechanischen Verrichtungen, während des Spieles der Maschinen, bei verschiedenen Erschütterungen, bei plözlichem Wechsel in der auf dasselbe einwirkenden Gewalt etc. unterliegt. Die Reihe der Versuche hat bei einer Temperatur von wenigstens 15° unter Null zu beginnen, und dann bis in die Nähe des Schmelzpunktes hinauf zu reichen. Die ihnen unterworfenen Metalle müssen jene Zubereitung bekommen haben, in der man sie gewöhnlich zu industriellen Zweken zu benuzen pflegt; d.h. man muß sie als Drähte, geschmiedete Stäbe, als gewalzte und gehämmerte Bleche, in gegossenen Stüken etc. prüfen. Die Cohäsionskraft ist sowohl durch den Zug, als auch durch den directen Widerstand zu prüfen. Die gewalzten Bleche müssen sowohl nach ihrer Breite als nach ihrer Länge probirt werden, um dadurch zu ermitteln, welchen Einfluß auf ihre Zähheit durch eine Behandlung geübt wird, |393| bei der alle ihre Molecüle nach einer in derselben Richtung gelagert werden, wie dieß z.B. beim Auswalzen der Bleche nach einer Richtung der Fall ist. Die Versuche dürfen ferner nicht bloß in physikalischen Cabinetten, sondern sie müssen in einem großen Maaßstabe angestellt seyn, wenn sie in Hinsicht auf industrielle Zweke die gehörigen Aufschlüsse geben sollen. Aus demselben Grunde haben sie auch alle jene Umstände zu umfassen, auf welche man in der Praxis stößt. So sind sie z.B. auch an Stüken vorzunehmen, welche gebrochen und dann durch Wärme allein, oder durch ein anderes Metall oder durch eine Legirung wieder zusammengeschweißt wurden; an Stüken, die man durch Nieten oder Nägel vereinigte; an Stüken, welche kalt oder warm gebogen und dann wieder gerade gerichtet wurden. Die tabellarische Uebersicht der bei allen diesen Versuchen erlangten Resultate muß so abgefaßt seyn, daß man daraus mit Leichtigkeit die den verschiedenen Temperaturen entsprechenden Verhältnisse der Zähheit und Cohäsion entnehmen kann. Die Abstufung der Versuche muß eine solche seyn, daß daraus das Gesez abzuleiten ist, nach welchem die Cohäsionskraft zu- oder abnimmt. Das bei den Versuchen eingeschlagene Verfahren ist deutlich zu beschreiben; auch sind die dabei benuzten Apparate in Zeichnungen beizulegen. Den Concurrenten ist bis zum 31. Decbr. 1840 Termin gestattet.)

II. Chemische Künste.

Preise für das Jahr 1840.

3. Preis von 3000 Fr. auf die Gewinnung von Indigo aus dem Färbeknöterig (Polygonum tinctorium).

(Der Indigo kommt in sehr verschiedenen Pflanzen als Bestandtheil vor. Von diesen Pflanzen wachsen einige, wie z.B. die Indigostauden, nur in heißen Klimaten, so daß man sie nicht in Europa zu acclimatisiren hoffen darf; andere dagegen gedeihen auch in gemäßigten Klimaten. Zu lezteren gehört der Waid, den man wegen seines Indigogehaltes schon längst zum Blaufärben verwendet. Die zahlreichen, zur Zeit der Continentalsperre angestellten Versuche haben dargethan, daß man aus dem Waid einen mit dem Indigo der Indigopflanze vollkommen identischen Indigo darstellen kann; allein theils wegen der Schwierigkeit der Gewinnung dieses Indigo, theils wegen des geringen Gehaltes des Waides an solchem kam es nie zu einer fabrikmäßigen oder schwunghaften Bereitung des Waidindigo. Seit wenigen Jahren hat man in Frankreich angefangen den Färbeknöterig, aus dem man in China schon seit undenklichen Zeiten Indigo gewinnt, auf den Jaume St. Hilaire schon im Jahre 1816 aufmerksam machte, und den Hr. Delile im J. 1835 in Frankreich einführte, zu acclimatisiren. Die Versuche, welche in Paris von Chevreul, Baudrimont, Robiquet und Vilmorin Sohn, und in Montpellier von Farel, Bérard etc. angestellt wurden, haben gezeigt, daß sich der in dieser Pflanze enthaltene Indigo mit Leichtigkeit gewinnen läßt. Wie günstig aber auch immer die Versuche im Kleinen ausgefallen seyn mögen, so fragt sichs immer noch, ob die eingeschlagenen Methoden auch im Großen anwendbar sind, und ob der Ertrag ein solcher ist, daß er die Cultur- und Gewinnungskosten dekt. Aus der beigegebenen, von Hrn. Vilmorin abgefaßten Anleitung zum Baue dieser Pflanze kann man die Culturkosten berechnen. Diese Kosten und jene des Erntens machen zusammen die Hauptausgabe; denn die Gewinnung des Indigo selbst kann, nach dem, was wir über die Verfahren wissen, nach denen man in Indien, Amerika, Aegypten und anderwärts Indigo gewinnt, unmöglich kostspielig seyn; und Alles scheint anzudeuten, daß dieselben Behandlungsweisen oder sogar noch wohlfeilere auch auf den Färbeknöterig anwendbar sind. Aus dem, was bis jezt vorliegt, erhellt einerseits die Möglichkeit, aus dem Knöterig einen Indigo zu gewinnen, der dem im Handel vorkommenden ähnlich ist, während andererseits die Wahrscheinlichkeit gegeben ist, ihn nach einem wohlfeilen Verfahren ausziehen zu können. Die in lezterer Beziehung noch obwaltenden Schwierigkeiten dürfen nicht entmuthigen, nachdem uns erst die Runkelrübenzuker-Fabrication ein Beispiel geliefert hat, wie selbst ein unter den ungünstigsten Umständen begonnener Agriculturzweig zu den schönsten Resultaten führen kann. Die Gesellschaft sezt demnach für die Fabrication von Indigo aus dem Färbeknöterig einen Preis von 3000 Fr. aus. Die eingesendete Quantität des Fabrikates darf nicht unter 10 Kilogr. betragen. Die Versuche |394| müssen sich vor den Commissären der Gesellschaft wiederholen lassen. Der nach diesen Versuchen und den Registern der Fabrik sich ergebende Gestehungspreis muß ein solcher seyn, daß der neue Indigo mit dem auf dem Markte befindlichen tropischen Indigo von gleicher Qualität Concurrenz halten kann. Hätte ein Concurrent die Aufgabe nur zum Theil gelöst, so behält sich die Gesellschaft vor, ihn durch eine Medaille zu belohnen. Der Concurs ist bis zum 31. December 1839 offen.

Kurze Anweisung zum Bau des Färbeknöterigs.

Der Färbeknöterig ist eine einjährige Pflanze, die im Laufe eines Sommers ihre volle Entwikelung erlangt. Seine Samen reifen im südlichen Frankreich vollkommen, im nördlichen ziemlich gut aus. Seine Fortpflanzung geschieht durch Samen; er wächst, übrigens aber auch durch Steklinge. Ein feuchter und gehaltreicher Boden entspricht ihm am besten; doch gedeiht er auch auf jedem gesunden Boden von guter Qualität, besonders wenn Bewässerungen möglich sind. Man säet ihn entweder an Ort und Stelle, oder in ein Bett, aus dem man ihn dann verpflanzt. Lezteres Verfahren allein ward bisher in Frankreich befolgt. Im südlichen Frankreich bedarf das zur Aussaat bestimmte Bett keines künstlichen Schuzes; es soll gut gelegen seyn. Die Aussaat geschieht gegen Mitte März; die Verpflanzung gegen Ende April oder Anfangs Mai. Im Jul. oder Anfangs August haben die Pflanzen ihre volle Entwikelung an Blättern erlangt, so daß die Fabrication beginnen kann. Dasselbe Verfahren eignet sich auch für das nördliche Frankreich, nur daß man die Aussaat daselbst um einen Monat später bewerkstelligt. Wollte man diese Verspätung vermeiden, so müßte man den Samen im März in ein Bett säen, welches durch Glasfenster oder Strohmatten geschüzt würde. Die Wärme eines Mistbettes ist nicht nöthig, und die Bedekung hätte nur des Nachts und bei kalter Witterung zu geschehen. Gut ist es, wenn das Bett gegen Mittag liegt und ein gesundes leichtes Erdreich hat. Steht Düngererde zur Verfügung, so soll man das Bett oben mit solcher bedeken. Bei guter Witterung müßte den Pflanzen möglichst viel Luft und Licht gegeben werden. Ein Quadratmeter eines solchen Bettes liefert Sezpflanzen für beiläufig 150 Meter oder 1 1/2 Aren. Das Versezen wird Anfangs Mai vorgenommen und zwar in regelmäßig entfernten Linien. Die Distanz zwischen den Sezlingen ist nicht absolut bestimmbar; eine Entfernung von 60 bis 65 Centimetern zwischen den Reihen, und eine solche von 40 bis 45 Centimetern in den Reihen dürfte für die meisten Fälle passen. Wäre man gezwungen, das Versezen bei trokener Witterung vorzunehmen, so müßten die Sezlinge begossen werden. Geschieht die Aussaat gleich an Ort und Stelle, so muß das Erdreich vollkommen rein und gut aufgelokert seyn; auch soll sie bei regnerischer Witterung oder gehörig feuchtem Boden vorgenommen werden. Im nördlichen Frankreich dürfte Ende April oder Anfangs Mai die passendste Zeit seyn, wenn der Boden etwas troken ist; auf sehr feuchtem Boden dagegen ist von Mitte Mai bis Mitte Junius die beste Zeit.)

4. Preis von 3000 Fr. für Analyse der Runkelrüben in ihren verschiedenen Vegetationsperioden.

5. Preis von 2000 Fr. für Verbesserungen der Dextrin-Fabrication und der Anwendung des Dextringummis in den Künsten und Gewerben.

6. Preis von 3000 Fr. für Verbesserungen der Fabrication des Dextrinzukers.

7. Preis von 2000 Fr. für Fabrication künstlicher Steine, von Metallplatten oder Pappendekeln, welche die lithographischen Steine ersezen können.

7. Zwei Preise zu je 3000 Fr.; einer für den Verfasser der Abhandlung, in welcher der Bau der zur Oxydirung der Metalle bestimmten Oefen auf einen hohen Grad von Vollkommenheit gebracht wird; und einer für denjenigen, der die besten, zum Schmelzen und Reduciren von Metallen geeigneten Oefen angibt.

Preis für das Jahr 1841.

9. Preis von 1500 Fr. für Auffindung und Ausbeutung neuer Lager lithographischer Steine.

III. Oekonomische Künste.

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Preise für das Jahr 1840.

10. Preis von 3000 Fr. für ein Verfahren, wonach sich die Güte und Beschaffenheit eines zur Brodbereitung bestimmten Mehles sicher, leicht und schnell ermitteln läßt.

11. Zwei Preise, einer zu 2000 und einer zu 1000 Fr., für Vorbauungs- und Abhülfsmittel gegen die Feuchtigkeit der Gebäude.

Preise für das Jahr 1841.

12. Preis von 4000 Fr. für das beste Aufbewahrungssystem für Getreide, auf Landgütern sowohl, als in Magazinen anwendbar.

13. Preis von 1500 Fr. für die beste Reinigungsmethode für Getreide, welches von Insecten und Brand angegangen ist.

IV. Landwirthschaft.

Preise für das Jahr 1840.

14. Preis von 3000 Fr. für eine tragbare oder transportable Dreschmaschine.

15. Medaillen aus Gold, Platin und Silber für Verbesserung und Erweiterung von Seidenspinnereien in jenen Departements Frankreichs, in welchen dieser Industriezweig schon länger besteht.

Preise für das Jahr 1844.

16. Medaillen aus Gold, Platin und Silber für die Einführung der Seidenzucht in Departements, in denen sie vor dem Jahre 1830 nicht bestand.

17. Drei Preise zu 2000, 1500 und 1000 Fr. für die Errichtung von Seidenspinnereien in Departements, in denen bis zum J. 1830 keine solchen bestanden.

Preis für das Jahr 1846.

18. Zwei Preise zu 500 und 300 Fr. für die Anpflanzung von Nadelhölzern.

(Von den hier aufgeführten 18 Preisaufgagen sind nur die drei ersten neu; das Programm der übrigen ist bereits aus den früheren Jahrgängen des polytechn. Journals bekannt, so daß wir uns auf deren einfache Erwähnung beschränken konnten. Alle Einsendungen von Abhandlungen, Zeichnungen, Modellen, Dokumenten etc. haben längstens bis zum 31. Decbr. der Jahre 1839, 1840, 1843 und 1845 an den Secretär der Gesellschaft in Paris, rue du Bac, No. 42, hôtel de Boulogne, zu geschehen. Concurrenten, die gesonnen sind, Patente auf ihre Erfindungen zu nehmen, haben dieß vor der Mittheilung derselben an die Gesellschaft zu bewerkstelligen. Die Summe der ausgeschriebenen Preise ist in dem dermaligen Programme auf 59,800 Fr. beschränkt.)

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