Titel: Beale's Patent-Luftlicht (Patent-Air-Light).
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1839, Band 72, Nr. LXXVIII./Miszelle 8 (S. 400)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj072/mi072078_8

Beale's Patent-Luftlicht (Patent-Air-Light).

Unsere Zeit, in welcher allerwärts Finsterlinge aller Art die alte Finsterniß wieder herauf zu beschwören bemüht sind, zeichnet sich eben so sehr durch die vielen künstlichen Lichter aus, welche fortwährend erfunden werden. Zu den Erfindern in diesem Fache gehört auch Hr. Beale, der schon vor einigen Jahren ein Patent auf eine Methode nahm, nach welcher Steinkohlentheer und andere wohlfeile öhlige Substanzen dadurch vollkommen verbrannt werden sollten, daß an der Stelle, an der die Verbrennung von Statten ging, ein Luftstrom durch den Brenner getrieben wurde. Die nach diesem Systeme eingerichteten Lampen blieben jedoch wegen des üblen Geruches, den der Theer und die sonstigen zu ihrer Speisung verwendeten Stoffe verbreiteten, bloß auf Orte beschränkt, wo man sich wenig aus diesem Uebelstande machte. Neuerlich ging Hr. Beale jedoch auf Antrieb des Hrn. de Mourier tiefer auf die Theorie seiner Erfindung ein, und in Folge seiner hierauf bezüglichen Forschungen gelang es ihm endlich auch, seinen Apparat so zu vervollkommnen, daß er nunmehr aus Oehl von allen Arten Gas erzeugt, welches unter Vermengung mit atmosphärischer Luft ohne Verbreitung irgend eines unangenehmen Geruches mit ganz hellem klarem Licht brennt. Der Luftstrom wird den Lampen durch einen doppelten Blasbalg, welcher dem Blasbalge einer Orgel ähnlich ist, und durch ein Gewicht oder eine Feder in Bewegung erhalten wird, zugeführt. Diese neue Beleuchtung soll, wie das Mechanics' Magazine angibt, um die Hälfte wohlfeiler kommen, als jene mit Gas.

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