Titel: Schafhäutl's verbesserter Apparat zum Puddliren des Eisens.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1839, Band 72, Nr. LXXVIII./Miszelle 9 (S. 400)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj072/mi072078_9

Schafhäutl's verbesserter Apparat zum Puddliren des Eisens.

Das Puddliren wird von den Hüttenarbeitern gewöhnlich mit Hülfe einer langen Stange, womit sie die Luppen fortwährend umbrechen, bis die ganze Metallmasse in einen teigartigen Klumpen oder Ballen gearbeitet worden, vollbracht. Damit die Masse durch und durch eine gleiche Bearbeitung bekomme, wird große Sorgfalt und Gewandtheit erfordert, abgesehen davon, daß eine gleichmäßige Temperatur unterhalten werden muß. Unter diesen Umständen kann man den Puddliröfen nur einen geringen Umfang geben, und auch nur eine kleine Masse auf einmal verarbeiten lassen, weil eine größere Masse eine für die Arbeiter unausstehliche Hize verbreiten würde. Hr. Schafhäutl schlägt nun in dem Patente, welches er am 13. Junius 1836 nahm, vor, die Puddlirstange nicht durch Menschenhände, sondern durch eine Maschine bewegen zu lassen. Die Stange muß sich gleichmäßig und in horizontaler Richtung durch die Masse hin- und herbewegen; und dieß soll bewerkstelligt werden, indem man sie durch ein kleines in dem Ofenthürchen angebrachtes Loch führt, und die Triebkraft auf deren äußeres Ende wie auf einen Hebel wirken läßt. Damit der Hebel besser arbeite, soll er sich auf einer senkrechten Spindel drehen; und damit er sich in dem Ofen aus- und einschieben lasse, soll er an einem Schwingrahmen, der mit einer Kurbel und mit Hebeln in Bewegung gesezt wird, aufgezogen seyn. Als seine Erfindung erklärt der Patentträger die mechanische Bewegung der Puddlirstange im Allgemeinen und die Anwendung von Thürchen oder Dämpfern unter dem Ofen, um dadurch die Hize im Ofen reguliren zu können. Man kann bei dieser Anordnung die Oefen größer bauen, und eine größere Masse Metall auf einmal verarbeiten. (London Journal. April 1839.)

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