Titel: Weitere Nachrichten über die Anwendung des Thones in den Dampfkesseln.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1839, Band 73, Nr. XVI./Miszelle 4 (S. 73)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj073/mi073016_4

Weitere Nachrichten über die Anwendung des Thones in den Dampfkesseln.

Als Nachtrag zu dem, was wir kürzlich im polyt. Journal Bd. LXXII. G. 75 über die Anwendung des Thones zur Verhütung der Incrustationen in den Dampfkesseln mittheilten, bemerken wir, daß auch Hr. Major Poussin in neuester Zeit ein sehr günstig lautendes Schreiben über die Erfindung des Hrn. Chaix an die Société d'encouragement in Paris richtete. Der Hr. Major prüfte bei seiner Anwesenheit im Arsenale in Toulon sämmtliche Berichte, welche von den Commandanten der königl. französischen Dampfboote im Mittelmeere über die Anwendung des Thones erstattet worden, und fand diese Berichte beinahe durchaus in gleichem Grade günstig für das Verfahren des Hrn. Chaix. Nur zwei Capitäne erklärten sich für die Anwendung von Talg und Graphit, wie sie Kennedy (polyt. Journal Bd. LXIX. S. 394) empfiehlt. Eine Untersuchung der nach diesem lezteren Verfahren behandelten Kessel rechtfertigte diesen Ausspruch jedoch keineswegs; denn Hr. Poussin fand in einem derselben beinahe eine eben so große Anhäufung von Kesselstein, wie in den Kesseln, die ohne alles Schuzmittel gebraucht werden. Auch mußte man, um denselben zu beseitigen, wie gewöhnlich zum Hammer und Meißel seine Zuflucht nehmen, was bekanntlich den Kesselwänden sehr nachtheilig ist. Lieutenant Bechamel, Commandant des Dampfbootes Cerberus, welcher sowohl den Thon als auch den Talg mit Graphit angewendet hatte, versicherte, daß ersterer Alles leiste, was man wünschen könne, während der Talg und Graphit nicht nur die Bildung des Kesselsteines nicht verhindere, sondern zugleich auch zwischen den Verdeken einen sehr unangenehmen und der Gesundheit schädlichen Geruch verbreite. (Bulletin de la Société d'encouragement, Januar 1839.)

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