Titel: Kessels's Nettungsapparat bei Feuersbrünsten.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1839, Band 73, Nr. XVI./Miszelle 9 (S. 75)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj073/mi073016_9

Kessels's Nettungsapparat bei Feuersbrünsten.

Hr. Herman Kessels, Major in der belgischen Artillerie, nahm am 7. Jun. 1838 in London ein Patent auf einen bei Feuersbrünsten anwendbaren Rettungsapparat, von dem das London Journal in seinem lezten Maihefte Folgendes sagt. Der Apparat, dem der Erfinder den Namen Salvator beilegte, besteht in einer langen Leiter, welche ungefähr an ihrem unteren Drittheile an einer horizontalen Welle aufgezogen ist, und also wie ein Hebet gehoben oder gesenkt werden kann. Die Welle selbst wird von zwei Pfosten getragen, und diese sind in eine Platform eingesezt, welche sich horizontal auf einem auf Rädern laufenden Wagen dreht. Brennt es im unteren Stokwerke eines Hauses, und will Jemand aus einem der höheren Stokwerke entfliehen, so schafft man den Wagen an Ort und Stelle und stellt die Leiter mit Hülfe zweier Strike, von denen der eine an dem unteren und der andere an dem oberen Ende der Leiter festgemacht ist, während die anderen Enden beider Strike an einer unten befindlichen Trommel befestigt sind, auf. Die Trommel wird mit einer Kurbel umgedreht, wobei sich die Leiter erhebt, indem sich der obere Strik auf die Trommel auf-, der untere dagegen von ihr abwindet. Von dem oberen Ende der Leiter fallen Arme nach Außen, und diese tragen die Leiter, damit diese selbst sich nicht an die Wand des Gebäudes anzulegen braucht. An dem oberen Ende ist ferner ein Kübel angebracht, in welchen man von dem Fenster aus steigen kann, um an die Leiter zu gelangen, oder in den man auch alle Gegenstände von Werth schaffen kann. Ist die Rettung erfolgt, so entfernt man den Wagen von dem Gebäude und läßt die Leiter nieder, indem man die Kurbel nach entgegengesezter Richtung dreht.

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