Titel: Jarry's Straßenpflasterung mit Holz.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1839, Band 73, Nr. XXXVIII./Miszelle 10 (S. 154)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj073/mi073038_10

Jarry's Straßenpflasterung mit Holz.

Die France industrielle erwähnt in ihrer Nr. 2 des Vorschlages eines Hrn. Jarry, welcher anstatt der Eisenbahnen in der ganzen Breite der Straße, welche er auf 8 Meter fixirt wissen will, eine Holzpflasterung verlangt. Die hiezu bestimmten Holzblöke sollen eine solche Gestalt bekommen, daß jeder einzelne Blok mit 4 oder 6 der ihn umgebenden Blöke ein Ganzes bildet, und also nur dann einsinken kann, wenn alle diese benachbarten Blöke zugleich mit ihm einsinken. Das auf die Faser gestellte Holz will er mit einer sehr dünnen Schichte Erdharz überziehen, so daß die Wagen nie in directe Berührung mit dem Holze kommen, und daß immer nur die oberflächliche Schichte eine Abnüzung, in Folge deren sie einer Reparatur bedarf, erleidet. Gegen das Faulen wäre das Holz durch vorläufiges Eintauchen desselben in siedendem Theer zu schüzen. Auf dieser Pflasterung will Hr. Jarry die Wagen mit einer Geschwindigkeit von 2, 4 und 8 Stunden in der Zeitstunde laufen lassen, wobei er sich bemüht zu beweisen, daß es, in so lange wir keine anderen als die dermalen bekannten Mittel zur Locomotion besizen, nicht vortheilhaft seyn kann, Gegenstände von verhältnißmäßig geringem Werthe mit einer größeren Geschwindigkeit fortzuschaffen. Da weder die Pflasterung, noch die Wagen Leitvorrichtungen (guides) bekommen sollen, so können sich leztere kreuzen und einander vorfahren, ohne daß eine Gefahr daraus erwächst. Die Kosten seiner Holzbahn schlägt Hr. Jarry auf den dritten Theil der Kosten einer Eisenbahn an.

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: