Titel: Wie man sich beim Zerspringen lithographischer Steine zu verhalten.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1839, Band 73, Nr. L./Miszelle 7 (S. 238)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj073/mi073050_7

Wie man sich beim Zerspringen lithographischer Steine zu verhalten.

In einer der jüngsten Sizungen der Société d'encouragement in Paris erzählte Hr. Chevallier folgenden Fall, der Lithographen, welchen das Unglük des Zerspringens eines Steines begegnet, bisweilen zur Richtschnur dienen dürfte. „Hr. Lemercier hatte eben einen Bogen Papier auf den präparirten Stein gelegt, den Rahmen herabgesenkt, und das Drehkreuz um den dritten Theil seiner Bahn bewegt, als der Stein sprang. Er band sogleich die beiden Stüke des nach der Quere gebrochenen Steines mit einem Strike zusammen, wendete den Stein um, um ihn mit einem Uebertragpapiere nach der Länge abzuziehen. Obwohl der Stein hiebei neuerdings brach, so gab er doch einen Abdruk, der sogleich auf einen neuen Stein, welcher mittlerweile zu diesem Zweke hergerichtet wurde, übergetragen wurde. Die Uebertragung gelang vollkommen, und der neue geschwärzte und nach einem eigenthümlichen Verfahren gesäuerte Stein wurde dem Zeichner zur Ausfüllung der Stellen, die in Folge des Bruches ausgeblieben waren, übergeben. Dieser neue Stein nun gab treffliche Abdrüke, und die Uebertragung ließ selbst an den halben und ganzen Schatten nichts zu wünschen übrig.“

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