Titel: Die Knopffabrication in England.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1839, Band 73, Nr. LXXXVII./Miszelle 12 (S. 400)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj073/mi073087_12

Die Knopffabrication in England.

Hr. Carpmael hielt kürzlich vor der Royal Institution in London einen Vortrag über die Knopffabrication in England, in welchem er auf die großen Fortschritte dieses Industriezweiges aufmerksam machte, und in welchem er darzuthun suchte, daß der ungeheure Aufschwung, den derselbe nahm, hauptsächlich der Vertheilung der Arbeit, zuzuschreiben sey. Von den Patentknöpfen Aingworth's (deren Fabrication im polyt. Journal beschrieben wurde), sagte er namentlich: „Die Gewandtheit und Geschiklichkeit, welche der Arbeiter dadurch erlangt, daß er immer nur ein und dasselbe Geschäft zu vollbringen hat, ist so groß, daß ein Mensch täglich das Material für 70 bis 150 Groß Knöpfe auszuschlagen im Stande ist. Dadurch allein ward es dem Fabrikanten ungeachtet der zahlreicheren Apparate, mit denen er arbeitet, und ungeachtet die neuen Knöpfe viel complicirter sind, möglich, beinahe alle älteren Sorten von Knöpfen zu verdrängen, und den Verbrauch an solchen auf eine ungeheure Höhe zu steigern. Nach einer approximativen Schäzung werden zu dieser Art von Knöpfen allem monatlich 20 Tonnen Eisenblech, 4 Tonnen Papier und 4 bis 5000 Yards Wollen- und ebensoviel Seidenzeug verarbeitet. Nimmt man hievon 1/4 für den Abfall an, und rechnet man das Gewicht der eisernen Scheiben im Durchschnitte zu 8 Gran, so gibt dieß eine jährliche Fabrication von 352 Millionen Knöpfen, welche für 11 Millionen Ueberröke und ebensoviele Westen ausreichen! (Mechanics' Magazine, No. 827.)

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