Titel: Keile für die Gefügschienenstühle der Eisenbahnen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1839, Band 73, Nr. LXXXVII./Miszelle 8 (S. 398)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj073/mi073087_8

Keile für die Gefügschienenstühle der Eisenbahnen.

In der Sizung, welche die Société d'encouragement am 27. März l. J. hielt, machte Hr. Baron Séguir darauf aufmerksam, daß man sich in England an den Stühlen, welche die Verbindung zwischen den Schienen herstellen, mit bestem Erfolge stark gepreßter Keile aus Tannenholz bediene, und daß hiedurch die durch das Darüberlaufen der Wagen veranlaßten Erschütterungen bedeutend vermindert werden. Hr. Clement Désormes, welcher bei Gelegenheit seiner lezten, nach England unternommenen Reise die Zubereitung dieser Keile kennen lernen wollte, sah in einer Werkstätte eine Dampfmaschine von 10 Pferdekräften verwendet, um das zu dem angedeuteten Zweke bestimmte Holz durch Zieheisen zu ziehen. So wie dieses Holz, welches troken aufbewahrt wird, durch die Feuchtigkeit anschwillt, bildet es Bolsterungen, durch welche es mit größerer Stärke festgehalten wird. Hr. Mallet will von Dr. Lardner gehört haben, daß man das Holz vorher in einen Apparat bringt, in welchem man ein Vacuum erzeugt. Wenn sich hiedurch die Poren des Holzes erweitert haben, so trägt man Oehl in den Apparat ein, welches dann in das Holz eindringt. Endlich zieht man das Holz durch zwei Zieheisen, wodurch dasselbe zuerst an der einen und hierauf an der anderen Seite comprimirt wird. Hr. Baron Séguir bemerkte hiezu, daß Hr. Bréant sich schon vor dem Jahre 1851 desselben Verfahrens bediente, um zur Conservirung des Holzes verschiedene fette oder harzige Stoffe oder auch verschiedene Salze in dasselbe eindringen zu machen. Dielen, welche auf diese Weise behandelt und an dem Pont-Louis-Philippe verwendet worden, haben sich vollkommen gut erhalten. Hr. Payen versichert, daß, wenn man solches Holz unter dem Mikroskope betrachtet, man es in seiner ganzen Dike von den angewendeten Substanzen durchdrungen findet.

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