Titel: Bowman's Methode thierische Kohle wieder zu beleben.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1839, Band 73, Nr. CV./Miszelle 12 (S. 463)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj073/mi073105_12

Bowman's Methode thierische Kohle wieder zu beleben.

Bei dem Verfahren, nach welchem man die in den Zukerraffinerien gebrauchte thierische Kohle wiederzubeleben pflegt, wird dieselbe in großen Massen in die dazu bestimmten Retorten gebracht. Da die ganze Kohlenmasse hiebei einem sehr hohen Hizgrade ausgesezt werden muß, so wird die Retorte leicht überhizt, und die Folge hievon ist, daß die den Retortenwänden zunächst liegende Kohlenschichte eine Art Verglasung erleidet und ihrer Bleichkraft großen Theils oder gänzlich verlustig wird, bevor noch der innere Theil der Masse in hinreichendem Grade erhizt worden. Diesem Uebel abzuhelfen ist der Zwek eines Patentes, welches sich Hr. Fred. Bowman, Zukerraffineur in Great Alie-Street in der Grafschaft Middlesex, am 17. Aug. 1835 auf die von einem Ausländer erhaltenen Angaben hin ertheilen ließ. Man soll nämlich dem Patentträger gemäß die Kohle in einer dünnen Schichte auf ein Blech ausgebreitet in einer Art Flammofen unter Umrühren anfänglich einer gelinden Hize und hierauf auf einem anderen Bleche einer stärkeren Hize aussezen, wobei jedoch die Temperatur nie bis zum Rothglühen getrieben werden darf. Der Patentträger versichert, daß, wenn man bei diesem Verfahren die Hize gehörig gradweise steigert, die Kohle ihre entfärbende Kraft beinahe vollkommen hergestellt erhält, und daß kein Verlust durch Verglasung eines Theiles derselben entsteht. (London Journal of arts. Jul. 1839.)

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