Titel: Ueber Zubereitung des Leinengarns mit Seife.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1839, Band 73, Nr. CV./Miszelle 13 (S. 463–464)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj073/mi073105_13

Ueber Zubereitung des Leinengarns mit Seife.

Hr. Angerstein in Klein-Ilsede, welcher seit Kurzem eine neu errichtete Leinen- und Baumwollenweberei betreibt, hat der Direction des Gewerbevereins in Hannover die Beobachtung mitgetheilt, daß Leinengarn, welches mit Seifenschaum gerieben und nachher troken wieder gerieben wurde, so weich wie Baumwollengarn |464| geworden sey, sich mit dem Schnellschüzen besser einschießen ließ und als Kettengarn die Schlichte besser annahm. Auf Ersuchen der Direktion ließ Hr. Olfe in Hannover durch einen seiner Weber das bezeichnete Verfahren in Ausführung bringen. Das Leinengarn wurde wie gewöhnlich mit Buchenasche gekocht, dann in Wasser ausgespült. Ferner wurde ein Viertelpfund Seife in einem Eimer voll Wasser zu Schaum gerieben, hierin das Garn bearbeitet, dasselbe dann an der Luft getroknet und troken wieder gerieben. Es zeigte sich nun so weich, daß es mit dem Schnellschüzen so leicht wie Baumwollengarn verwebt werden konnte; auch beim Schlichten zeigte sich, daß das mit Seife zubereitete Garn die Schlichte leichter und besser annahm als das gewöhnliche nicht zubereitete Garn. (Hannov. Mittheil. 18. Lief., S. 334.)

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: