Titel: Ueber Ericsson's Feilenhaumaschine.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1839, Band 73, Nr. CV./Miszelle 5 (S. 460)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj073/mi073105_5

Ueber Ericsson's Feilenhaumaschine.

Wir sahen kürzlich, schreibt die Sheffield-Iris, die Feilenhaumaschine, auf welche die HHrn. Turton und Söhne vor ungefähr drei Jahren ein Patent nahmen, in voller Thätigkeit. Man wird sich erinnern, daß man diese Maschine bei dem ersten Bekanntwerden derselben für ebenso unpraktisch und unbrauchbar erklärte, wie die früheren zu gleichem Zweke bestimmten Maschinen; und daß man bisher allgemein der Ansicht huldigte, daß das Feilenhauen nur mit Menschenarmen bewerkstelligt werden kann. Zeit und Erfahrung haben jedoch gelehrt, daß sich weder der ursprüngliche Erfinder der Maschine, Hr. Capitän Ericsson, noch die oben genannten Käufer der Erfindung in ihren Hoffnungen und Erwartungen tauschten. Die dermalen in Gang gebrachte Maschine liefert nämlich innerhalb derselben Zeit eine weit größere Menge von Feilen, als mit Menschenhänden erzeugt werden können, und zwar Feilen, welche in Hinsicht auf Regelmäßigkeit und Genauigkeit des Hiebes über denen stehen, die gewöhnlich aus den Händen der Feilenhauer hervorgehen. Als wir die Maschine arbeiten sahen, erzeugte sie 18 zöllige runde Bastardfeilen, von denen 6 auf einmal in Arbeit waren, und die wirklich einen Hieb von bewundernswerther Regelmäßigkeit zeigten. Die Maschine zeichnet sich besonders durch die Einfachheit ihrer Bewegungen und durch einen höchst sinnreichen Mechanismus aus, durch den der Hieb je nach der verschiedenen Dike des Stahles so modificirt wird, daß ex an der Spize mit geringerer Kraft und gegen das dikere Ende hin mit einer Kraft wirkt, welche in dem Maaße wächst, als die Dike des Metalls zunimmt. Nicht minder schön waren die Schlichtfeilen, die wir in unserer Gegenwart aus der Maschine hervorgehen sahen. (Mechanics' Magazine, No. 833.)

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