Titel: Ueber die Fabrication von Stärkmehlzuker in Frankreich.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1839, Band 74, Nr. XVI./Miszelle 10 (S. 80)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj074/mi074016_10

Ueber die Fabrication von Stärkmehlzuker in Frankreich.

Der geringe Alkoholgehalt vieler unserer Weine, sagt Hr. Payen in einem der Société d'encouragement erstatteten Berichte, ist eine der Hauptursachen ihres geringen Werthes und ihrer geringen Haltbarkeit. Die Mittel, wodurch diesem Uebel gesteuert werden kann, sind für die Gegenden, in denen leichte Weine gezogen werden, von höchster Wichtigkeit, besonders in feuchten, der Zeitigung der Trauben nicht sehr günstigen Jahren. Unsere besten Oenologen sind darüber einig, daß man unter diesen Umständen dem Moste zukerhaltige Stoffe zusezen müsse. Die Aufgabe war nur, einen solchen Stoff zu ermitteln, welcher wohlfeil und sowohl auf rothe als weiße Weine anwendbar ist. Diesen Stoff bietet der schöne feste, weiße Stärkzuker, den die Fabrik der HHrn. Labiche und Tugot in Rueil von vorzüglicher Güte liefert, und zwar in einer Menge, die sich dermalen schon jährlich auf das ungeheure Quantum von 1,200,000 Kilogr. beläuft. Alles verspricht dieser Fabrik und der in ihr betriebenen Fabrikation im Allgemeinen einen noch weit größeren Aufschwung, woraus nothwendig ein größerer Bedarf an Kartoffeln und hiemit eine günstige Rükwirkung auf den Akerbau erfolgen muß. Die Gesellschaft ertheilte den Fabrikbesizern in Anerkennung ihrer Verdienste ihre Medaille aus Platin, und dem Director der Fabrik, Hrn. Bussy, ihre silberne Medaille. (Bulletin de la Société d'encouragement. Jun. 1839, S. 219.)

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