Titel: Verbrennung des Rauches in den Oefen der Dampfmaschinen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1839, Band 74, Nr. XXXI./Miszelle 8 (S. 155–156)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj074/mi074031_8
|156|

Verbrennung des Rauches in den Oefen der Dampfmaschinen.

Die HHrn. Loyer und Dartois haben eine neue Methode der Verbrennung des Rauches in den Oefen der Dampfkessel angegeben, welcher folgendes Princip zu Grunde liegt. Die Kohle zersezt, wenn sie auf eine hohe Temperatur erhizt worden, augenbliklich den Wasserdampf, wobei reines Wasserstoffgas, halbgekohltes Wasserstoffgas, Kohlensäure und Kohlenstoffoxyd erzeugt wird. Um diese Zersezung zu erlangen, leiten die Erfinder Wasserdampf in den lebhaft brennenden Feuerherd der Maschine. Der Rost ihres Ofens, welcher dem Roste der Oefen, in denen Steinkohlen gebrannt werden, ähnlich ist, besteht aus hohlen Stangen, in die der Dampf durch eine Röhre gelangt, welche an dem einen Ende des Rostes quer herüberlauft. Aus diesen Roststangen entweicht der Dampf durch Löcher, welche in denselben angebracht sind, auf solche Weise, daß er an höchst zahlreichen Punkten mit den glühenden Kohlen in Berührung kommt. Der Zufluß des Dampfes an den Rost läßt sich mit Hülfe eines Hahnes reguliren. Das Gefüge der Röhre, in welcher der Dampf herbeiströmt, befindet sich an dem oberen Theile des an dem Hinteren Ende des Rostes aufgestellten (Cylinders, damit der Dampf, der sich allenfalls auf diesem Wege verdichten könnte, in den unteren Theil des Cylinders gelange und aus diesem unter das Aschenloch entweiche. Abgesehen von diesem Zuführungscylinder ist auch noch ein zweiter, gleichfalls schräg gestellter Cylinder vorhanden, welcher zur Aufnahme des verdichteten Dampfes bestimmt ist, damit, welches auch die Temperatur der Luft, so wie jene des Dampfes seyn mag, und in welchem Grade auch die Roststangen durch den Zutritt der Luft abgekühlt werden mögen, doch nie Wasser in den Herd getrieben werden kann. (Bulletin de la Société d'encouragement. März 1839.)

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: