Titel: Eine neue Steuerung der Ventile an den Locomotiven.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1840, Band 75, Nr. XVI./Miszelle 6 (S. 75)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj075/mi075016_6

Eine neue Steuerung der Ventile an den Locomotiven.

Die HHrn. Peel, Williams und Peel an den Soho-Eisenwerken, welche sich in neuerer Zeit gleichfalls auf den Bau von Locomotiven verlegten, haben der Liverpool-Manchester-Eisenbahn kürzlich ihre erste Maschine abgeliefert. Dieselbe gleicht im Allgemeinen in ihrer Form sowohl als in ihrer Einrichtung den bereits an dieser Bahn gebräuchlichen Maschinen, unterscheidet sich aber durch die Art und Weise, auf welche ihre Ventile in Bewegung gesezt werden. Es sind nämlich keine Excentrica an ihr vorhanden, sondern an ihrer Stelle sind an der Kurbelwelle zwei Stirnräder angebracht, welche zwei andere Räder von gleichem Durchmesser treiben. Diese lezteren befinden sich unmittelbar über ersteren und laufen in einem Rahmen, der von der Kurbelwelle getragen wird, so daß die Entfernung zwischen ihren Mittelpunkten immer ein und dieselbe bleibt, und durch die Bewegung der Maschine auf ihren Federn keine Veränderung erleidet. Diese Räder sind an einer kurzen Welle, an deren beiden Enden sich ein kleiner Krummzapfen befindet, aufgezogen, und diese Krummzapfen dienen zur Bewegung einer Verbindungsstange, die an der Ventilspindel angebracht ist. – An dem zum Umkehren der Bewegung dienenden Hebe! haben die genannten Mechaniker gleichfalls eine Verbesserung angebracht, welche von Nuzen zu seyn scheint. – Die mit der neuen Maschine angestellten Probefahrten sielen gut aus, denn sie traf jedesmal vor der bestimmten Zeit ein. (Civil Eng. and Arch. Journal. Novbr. 1839.)

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