Titel: Ueber die Bereitung von Leuchtgas aus Wasserdampf und Theer.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1840, Band 75, Nr. XVI./Miszelle 9 (S. 77)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj075/mi075016_9

Ueber die Bereitung von Leuchtgas aus Wasserdampf und Theer.

Nachdem Hr. Selligue in Frankreich ein Verfahren zur Leuchtgasbereitung aus Wasserdampf und Schieferöhl oder Fetten überhaupt angegeben hat, welches im polyt. Journal Bd. LXXI. S. 29 beschrieben und in theoretischer Hinsicht Bd. LXXII. S. 141 besprochen wurde, fängt man auch in England an Versuche über diese Gasbereitung anzustellen. Nach dem Courier hat nämlich ein gewisser Graf Val Marino in London am 12. Dec. in Gegenwart mehrerer Sachverständigen einen kleinen Gasometer durch Röhren mit einem Ofen aus Baksteinen in Verbindung gesezt, welcher leztere drei eiserne Cylinder enthielt; der eine davon wurde mir Wasser durch einen Heber, der andere aber mit Theer gespeist und beide Substanzen in dem dritten Cylinder mit einander zersezt. Nach ungefähr einer halben Stunde wurde das Gas an die Brenner geleitet, und es zeigte sich reines und kräftiges Licht, vollkommen frei von Rauch oder unangenehmem Geruch. Bei diesem aus so wohlfeilen Materialien gewonnenen Gas ist der in den Steinkohlengasfabriken gebräuchliche Reinigungsproceß entbehrlich, und es kommt auch viel wohlfeiler zu stehen, als lezteres. Val Marino hat auf sein Verfahren ein Patent genommen und bemerkt, daß jede Art von bituminösem oder Fettstoff dem Zwek eben so gut entspricht, wie Pech oder Theer.

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: